Arbeitgeber im Kreis wünschen sich mehr Bewerberinnen

Schwalm-Eder. In technischen Ausbildungsberufen gibt es nach wie vor im Schwalm-Eder-Kreis zu wenige Mädchen. Der Girls’ Day am Donnerstag ist eine Möglichkeit, Schülerinnen auch diese Berufe schmackhaft zu machen.

Doch wenn die Berufswahl ansteht, bleiben Mechatroniker oder Metallbauer als Beruf beispielsweise außen vor.

Eine Umfrage bei den Obermeistern einiger Innungen im Landkreis hat ergeben: Die meisten Betriebe wünschen sich mehr Bewerberinnen. Frank Pfau aus Schwalmstadt, Obermeister der Metall-Innung, kann sich für seine Branche den Frauenmangel nicht erklären. Es sei keine körperlich schwere Arbeit, es gebe viele Hilfsmittel und „auch die Kraft wächst mit den Aufgaben“. Gerade bei Schweißarbeiten hätten Frauen einfach die ruhigere Hand. Eine seiner früheren Auszubildenden sei heute selbstständige Hufschmiedin.

Autos fahren ist für Frauen selbstverständlich, der Umgang mit deren Technik nicht. Nur zwei Mädchen lassen sich im Landkreis zur Kraftfahrzeugmechatronikerin ausbilden.

Soweit Arno Hucke (Freudenthal), Obermeister der Heizungs- und Sanitär-Innung, bekannt ist, wird derzeit in den 70 Betrieben kein Mädchen ausgebildet. In kleineren Firmen, wo jeder anpacken müsse, sei dies auch kaum möglich. „Ein Solarpanel, das aufs Dach muss, wiegt 90 Kilogramm, eine Heizung 200.“ Aber bei Wartungsarbeiten könnten Mädchen gut mitmachen. Hucke: „Es hängt von der Größe und der Art des Betriebes ab.“

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Von Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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