Arbeitsgemeinschaft NEF nimmt neues Notarzteinsatzfahrzeug in Betrieb

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Inspizierten das neue Fahrzeug ganz genau: Rettungsassisten Mario Jacob und Khemaies Sbouri, Siegfried Henschke (ASB), Notarzt und kommissarischer Leiter Innere Medizin Kreisklinik André Raum sowie stellvertretender Rettungswachenleiter Thomas Pairan. Foto: ypm

Wolfhagen. Ein neues Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) mit 163 PS sorgt jetzt dafür, dass möglichst schnell der Notarzt im Wolfhager Land dort ist, wo er gebraucht wird.

Der ASB Regionalverband Kassel-Nordhessen sowie der Rettungsdienst des DRK Kassel-Wolfhagen stellen seit 1991 als „Arbeitsgemeinschaft NEF Wolfhager-Land“ einen Notarztdienst bereit.· Das NEF hat die Aufgabe den Notarzt und seine spezielle Ausrüstung im Rendezvoussystem an die Einsatzstelle zu bringen. Eine der Ideen dabei ist, dass der Arzt sofort wieder für weitere Einsätze zur Verfügung steht, sollte sich herausstellen, dass der Patient ohne ärztliche Begleitung ins Krankenhaus transportiert werden kann.

Der Austausch des Einsatzwagens ist Routine, „durch die hohe Kilometerleistung von circa 50 000 Kilometern pro Jahr, muss das Fahrzeug nach fünf Jahren einfach ersetzt werden“, sagte der organisatorische Leiter des NEF-Standorts Siegfried Henschke. Wie schon in den vergangenen fünf Jahren fährt der Notarzt mit einem speziellen um- und ausgebauten Mercedes-Benz Vito. Im Gegensatz zum alten Fahrzeug verfügt das neue Modell Vito 116 CDI jedoch über einen permanenten Allradantrieb. „Das hat hier bei uns im ländlichen Bereich einfach viele Vorteile, gerade im Winter“, erklärt Henschke. Auch wirtschaftlich mache der Allradantrieb Sinn.

Die Anschaffungskosten für den Kastenwagen lägen bei 69 500 Euro. Das alte Fahrzeug werde auch nicht verschrottet, so Henschke, sondern steht die nächsten fünf Jahre als Ersatz zur Verfügung, etwa wenn das aktuelle NEF in die Werkstatt muss.

Die 22 ehren- und hauptamtlichen Rettungsassistenten und Sanitäter der Arbeitsgemeinschaft konnten am Freitag schon einmal das neue Fahrzeug während eines kleinen Grillfestes an der Kreisklinik in Augenschein nehmen. Noch aber fehlte, wenige Stunden bevor das Fahrzeug in Betrieb genommen werden sollte, die Notfallausrüstung im Wert von 45 000 Euro.

Doch das ist kein Problem, denn: „die Ausrüstung können zwei Leute in fünf Minuten umräumen“, sagte Henschke.

(ypm)

Von Michaela Pflug

Quelle: HNA

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