Arbeitslosenzahlen wegen Ausbildungsende leicht gestiegen – Abwärtstrend bleibt

Fritzlar-Homberg. Da viele junge Menschen unter 25 Jahren in den vergangenen Wochen ihre Ausbildung abgeschlossen und noch keine neue Beschäftigung haben, sind die Arbeitslosenzahlen im Bereich Fritzlar-Homberg leicht gestiegen.

Im Monat Juli waren 2370 Menschen (5,4 Prozent) arbeitslos gemeldet, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vormonat Juni (2320 Arbeitslose, 5,3 Prozent). „Wir gehen aber davon aus, dass wir die ausgebildeten jungen Leute sehr schnell vermitteln können“, sagt Martin Büscher von der Arbeitsagentur in Fritzlar.

Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt insgesamt sehr konstant. „Im Vergleich zum Vorjahr sank die Arbeitslosenzahl von Monat zu Monat.“ Die Quote betrug im Juli 2010 noch 6,1 Prozent. Martin Büscher geht davon aus, dass sich der Trend fortsetzen wird. Gerade für die Monate August und September vermutet Büscher nochmal einen deutlichen Rückgang. „Es wäre natürlich toll, wenn wir in Fritzlar-Homberg bald unter die fünf Prozent kommen würden, doch in diesen Jahr werden wir das wohl nicht schaffen, eventuell in einigen Monaten des nächsten Jahres.“ Seit den 70er-Jahren lag die Arbeitslosigkeit im Bereich Fritzlar-Homberg nicht mehr unter fünf Prozent.

Eventuell Trendwende

Offene Stellen gibt es derzeit vor allem im Einzel- und Großhandel, im Transport- und Logistikwesen und im Pflege- und Gesundheitssektor. „Während der Handel in den vergangenen Jahren überwiegend Minijobber suchte, gibt es mittlerweile auch wieder sozialversicherungspflichtige Stellen.“ Eventuell zeichne sich eine Trendwende ab.

Unverändert bleiben die Zahlen bei den Langzeitarbeitslosen. „Oft sind viele Faktoren für die lange Arbeitslosigkeit verantwortlich, dazu zählt nicht selten das Alter, eine Krankheit oder Behinderung“, sagt Büscher.

Quelle: HNA

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