Arbeitslosigkeit auf Tiefststand: 5,2 Prozent im Kreisteil Fritzlar-Homberg

Fritzlar-Homberg. Die Arbeitslosigkeit in der Region hat einen neuen Tiefststand erreicht. Im Oktober betrug sie 5,2 Prozent, meldet die Agentur für Arbeit in Fritzlar.

Das sei der beste Stand seit 1991, sagte Martin Büscher, Chef der Arbeitsagentur. Die Zahl der Arbeitlosen ist deutlich geringer als in den Vormonaten. Waren es im September noch 2431, wurden für Oktober noch 2266 gemeldet. Die positive Entwicklung zieht sich durch alle Bereiche. So waren es bei den Jüngeren unter 25 Jahren fast 100 Arbeitslose weniger als noch im September (Oktober: 222, September: 301).

Das liege vor allem daran, dass viele junge Leute ein Studium oder eine Ausbildung begonnen hätten, erklärte Büscher. Auch bei den Langzeitarbeitslosen ist die Zahl gesunken. Die gute Arbeit der ARGE (Arbeitsförderung Schwalm-Eder) mache sich bezahlt, sagte Büscher. Als Beispiel nannte er spezielle 50plus-Programme für ältere Arbeitnehmer. Büscher vermutet allerdings, dass eine Trendwende zum Schlechteren droht. So sei der Stellenzugang im September mit 146 geringer als vor einem Jahr gewesen und für 2010 der bisher schlechteste Wert.

Es gebe Anzeichen, dass die Zahlen im November schlechter würden. Es sei zu beobachten, dass Großbetriebe weniger Bedarf an neuen Arbeitskräften hätten. Büscher nannte als Beispiel SMA. Der Solartechniker trennt sich von 500 Zeitarbeitern (wir berichteten). Bedarf an Mitarbeitern gebe es nach wie vor im Bereich Lager, Logistik, Transport, erklärte der Agenturchef. Etwas nachgelassen habe die Nachfrage nach Pflegekräften.

Quelle: HNA

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