Nun will er Bürgermeister werden

Armin Pfeiffer möchte die Zierenberger Wähler mit ehrlichen Worten überzeugen

Einer seiner Lieblingsplätze: Armin Pfeiffer sitzt gerne in seinem Garten und liest ein Buch. Im Hintergrund ist der Dörnberg zu sehen. Eines der letzten Werke, was ihn begeistert hat, war Siddhartha von Hermann Hesse. Foto: Quanz

Zierenberg. In Kürze wählen die Zierenberger einen neuen Bürgermeister. Neben Amtsinhaber Stefan Denn (SPD) werfen drei weitere Kandidaten ihren Hut in den Ring. Hier stellen wir den parteilosen Armin Pfeiffer vor.

Ein Blick hat gereicht. Sofort wusste Armin Pfeiffer, das ist es. Er suchte ein Haus in der Stadt Zierenberg und stand in einem Garten. Das Haus selbst hatte er nur von außen gesehen. Aber der Ausblick auf den Dörnberg und den Essigberg hat ihn begeistert. Er kaufte sofort das Haus samt Grundstück.

HNA-Lesertreff:

Am Dienstag, 23. September, um 19 Uhr im Bürgerhaus Zierenberg treffen Amtsinhaber Stefan Denn und die Herausforderer Dr. Sylvia Kernke, Armin Pfeiffer und Lothar Rietze aufeinander.

„Es ist ein Traum hier“, sagt Armin Pfeiffer während er in seinem Garten steht. „Ich lebe in einer wunderschönen Gegend.“ Nur leider werde dies nicht gut genug vermarktet. „Hinter diesem Berg haben wir mit dem Bergpark Wilhelmshöhe ein Weltkulturerbe und es bleibt für Zierenberg nichts hängen.“ Der 53-jährige Bürgermeisterkandidat meint damit Touristen, die in Zierenberg übernachten oder die Stadt besichtigen und dabei einen Besuch im Bergpark mit einplanen.

Armin Pfeiffer ist ein Naturmensch. Draußen fühlt er sich wohl. Ob beim Marathon, beim Sylter Insellauf oder beim Radfahren rund um Zierenberg – er braucht die Bewegung als Ausgleich zu seinem Beruf. Er ist dabei gerne allein unterwegs, wie bei seiner Wanderung auf dem Jakobsweg. „Da musste ich auf keinen Rücksicht nehmen und konnte mich ganz auf mich besinnen.“ Die Begeisterung für diese Aktivitäten hat er auf seine Kinder übertragen. Gerne ist er auch mal mit der Tochter und dem jüngeren Sohn unterwegs.

Begeistern will er nun auch die Zierenberger von sich. „Ich will die Herzen der Menschen erreichen“, sagt Pfeiffer. So pathetisch diese Worte auch klingen mögen, er meint es ernst. Und schiebt nach: „Ich möchte mit ehrlichen Worten überzeugen.“ Er kommt auch aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus, wenn man nach seinen Erfahrungen bei den Hausbesuchen fragt. „Ich habe aus den Gesprächen mit Wählern viel Motivation für meine Kandidatur mitgenommen.“ Dafür sei er sehr dankbar.

Die anderen Kandidaten:

- Amtsinhaber Stefan Denn

- Lothar Rietze

- Sylvia Kernke

Dabei habe man ihn auf das ein oder andere Problem aufmerksam gemacht und es seien Konzepte entstanden. So wünscht sich Pfeiffer ein Radwegenetz, welches die Ortsteile mit der Kernstadt verbindet. Vom Oberelsunger Bahnhof nach Friedrichsaue, dies könne das erste Teilstück sein. „Wenn ich das nicht realisieren kann, dann muss es wer anders tun. Aber das müssen wir entwickeln“, sagt er im energischen Ton.

Genauso betont er immer wieder, dass er Kandidat aller Zierenberger sei. Für eine Partei oder Interessensgemeinschaft anzutreten kam für ihn nie infrage. Er wolle der Gefahr entgehen, anschließend als Bürgermeister Leuten einen Gefallen schuldig zu sein.

Angst vor der möglicherweise kommenden Aufgabe als Bürgermeister hat Pfeiffer nicht. Der Verwaltungsangestellte, der beim Landkreis Kassel im Bereich Schulen und Bauwesen arbeitet, sieht sich gerüstet. „Ich habe mehrere Fortbildungen absolviert, unter anderem einen Lehrgang im Kommunalrecht und einen Personalführungslehrgang.“ Er bringe die nötige Verwaltungserfahrung mit.

Von Florian Quanz

Quelle: HNA

Kommentare