Es gibt viele Mythen um die Kirmes

Arnsbach hat einen Rall: Borkener Stadtteil feiert zum 120. Mal

So sah 1908 das Kirmesteam aus: Arnsbach bei einer der ersten Veranstaltungen.

Arnsbach. Auf die Arnsbacher ist Verlass. Immer. Nur nicht am Neunten eines Monats. Denn dann, so heißt es in den alten Kirmesgeschichten, kriegen sie einen Rall, also einen Rappel.

Alle Mann und komplett. Ob das nun stimmt oder einfach nur kompletter Unsinn ist, dass die Arnsbacher am 9. eines Monats ausflippen, wissen sie selbst am besten. Vor allem aber wissen sie, dass sie vom 25. bis 28. November zum 120. Mal ihre Kirmes feiern. Und das, sagt Kirmesteam-Sprecher André Deiss, sei vor allem dem Rückhalt im Dorf zu verdanken.

Arnsbach. Auf die Arnsbacher ist Verlass. Immer. Nur nicht am Neunten eines Monats. Denn dann, so heißt es in den alten Kirmesgeschichten, kriegen sie einen Rall, also einen Rappel. Alle Mann und komplett.

Ob das nun stimmt oder einfach nur kompletter Unsinn ist, dass die Arnsbacher am 9. eines Monats ausflippen, wissen sie selbst am besten. Vor allem aber wissen sie, dass sie vom 25. bis 28. November zum 120. Mal ihre Kirmes feiern. Und das, sagt Kirmesteam-Sprecher André Deiss, sei vor allem dem Rückhalt im Dorf zu verdanken.

„Den Arnsbachern wird die Kirmes schon mit in die Wiege gelegt“, sagt der 26-Jährige und grinst. Er selbst ist bereits in vierter Generation mit dem Fest verbunden, das im Dorfgemeinschaftshaus über die Bühne geht.

Es ist nicht nur das 13-köpfige Kirmesteam, das die Party stemmt, sondern es packen alle Vereine mit an. Die Sportler, die Feuerwehrleute, die Schützen und die Musikfans vom Kippenrocks - sie alle sind mit dabei, wenn die Arnsbacher Ende November ihre Jubiläumskirmes feiern.

Die Veranstaltung hat in den 120 Jahren ihr Gesicht stark verändert. Längst ist die Kirmes keine reine Männersache mehr: Statt den schnauzbärtigen Gesellen mit dem Gewehr in der einen und dem Bierglas in der anderen Hand, die auf dem Foto 1908 posieren, sind es heute moderne junge Männer und Frauen, die das Fest wuppen und die Party schmeißen. Kirmes ist keine Männerdomäne mehr: Nach Katharina Lohr ist nun Jacqueline Schellenberg die zweite Kirmesmutter in der 120-jährigen Geschichte.

Kirmesburschen gesucht 

Doch soviel Spaß das auch mache, so werde es auch fürs Kirmesteam schwer, Nachwuchs zu finden, sagt Deiss. „Uns geht es da wie vielen anderen Vereinen auch“, sagt er. Denn Kirmes sei nicht immer nur ein großer Spaß, sondern oft auch harte Arbeit: „Zum Schlafen kommt man da nicht so oft.“ Wer Interesse daran hat, in einer tatkräftigen Gruppe mitzumischen, sollte am Wochenende im DGH Arnsbach vorbeischauen: Das Kirmesteam freut sich. Und wer einfach nur feste feiern will - Arnsbach ist dafür eine gute Adresse. Foto: Brandau

Das Programm

Freitag, 25. November: (Getränkechip 1 Euro), 19 Uhr Laternenumzug, 20 Uhr Tanz mit den Tequilas

Samstag, 26. November: ab Morgens - Ständchenspielen im Dorf, ab 20 Uhr Tanz und Burschenschaftstreffen mit der Band „The Tequilas“

Sonntag, 27. November: 11 Uhr Adventsgottesdienst im DGH - anschließend Frühshoppen mit Mittagessen, Festkommers, Nachmittags Kinderkirmes mit den Popcorns.

Montag, 28. November: Mottoabend „Weihnachtszeit“, Beerdigung der Kirmes.

Quelle: HNA

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