Arschbomben-Wettbewerb beim 60. Geburtstag des Zierenberger Freibads

Zierenberg. Hoch konzentriert steht er auf dem Ein-Meter-Brett. Ein kurzer Blick zur jubelnden Menge, dann geht alles ganz schnell. Frank Butterweck wippt auf dem schwingenden Brett, immer stärker, bis er den richtigen Schwung spürt, tief Luft holt und hoch in die Luft springt.

Er zieht die Beine an, macht sich so klein wie möglich, um Millisekunden später leicht schräg mit vollem Karacho auf der Wasseroberfläche aufzuschlagen. Klatsch, eine riesige Wasserfontäne schießt in den sonnigen Himmel, die auftretenden Wellen schwappen bis über den Beckenrand.

Geschafft, der Zwölfjährige ist zufrieden mit seiner Leistung, die Punktrichter des Arschbombenwettbewerbs am Freitagnachmittag im Zierenberger Freibad offensichtlich auch. 24 Punkte geben sie dem Schüler aus Dörnberg im ersten Durchgang, der ein echter Experte ist, wenn es um die waghalsigen Sprünge ins kühle Nass geht: „Ich kann wirklich gute Arschbomben machen“, sagt er. „Der Adrenalinkick ist einfach unbeschreiblich.“

Jeder mit eigener Technik

Den erleben dann auch 23 weitere Teilnehmer, die im Minutentakt aus luftiger Höhe ins Wasser plumpsen. Jeder hat seine eigene Technik. Ob auf gut Glück mit Anlauf oder voller Konzentration direkt von der Kante – Hauptsache es klatscht am Ende ordentlich. Nicht wenigen Zuschauern stockt dabei der Atem, weiß doch jeder, dass Wasser hart sein kann wie Beton.

„Wenn man es richtig macht, tut es nicht weh“, sagt Frank Butterweck. „Ich bin sogar schon einmal vom Fünf-Meter-Turm gesprungen, gar kein Problem“. Obwohl er reichlich geübt hat, reicht es für den Arschbombenfan am Ende dennoch nicht aufs Siegertreppchen. Vielleicht liegt es an der mangelnden Animation vorm Sprung, die die Jury um Fördervereinsvorsitzenden Lutz Kuschel in ihrer Bewertung berücksichtigt hat.

Richter vor Fenner

In der Altersklasse der Elf- bis 16-jährigen überzeugt schließlich Jonas Richter vor Hendrik Fenner und Luca Kuhlmann, in der Gruppe ab 16 Jahren springt Rafael Griego-Helferich auf den ersten Platz, gefolgt von Michael Foschmann und Miguel Griego-Helferich, und bei den Kleinen zwischen acht und zehn Jahren punktet Dominik Szamitat vor Noah Dethlefs und Klemens Mangold.

Fotos vom Wettbewerb

Arschbomben-Wettbewerb Zierenberg

Auf welchem Platz sie auch gelandet sind, alle gemeinsam feiern die gelungene Gaudi zum 60-jährigen Bestehen des Zierenberger Freibads, auch an den beiden darauffolgenden Tagen, mit allerlei Aktionen vom karibischen Abend mit Feuershow am Samstag bis zur Ausstellung alter Fotos aus den ersten Jahren des Zierenberger Schwimmbads am Sonntag.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

Kommentare