Homberg: Traum von Krankenhaus-Reaktivierung ausgeträumt

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Homberg. Der Wunsch vieler Homberger, dass der Asklepios-Konzern das ehemalige Krankenhaus wieder reaktiviert, wird sich nicht erfüllen.

Das machte Oliver Rong, Leiter der Asklepios-Unternehmensstrategie aus Hamburg, am Donnerstagabend in der Sitzung der Homberger Stadtverordneten deutlich. "Unsere klare Einschätzung ist, dass das Haus für eine Nutzung im Gesundheitswesen nicht mehr geeignet ist", so Rong. Das habe auch finanzielle Gründe. Die Struktur des Hauses, welches in den 60-er Jahren gebaut wurde, lasse keine kostendeckende Nutzung zu, betonte Rong.

Doch sei Asklepios seit der Klinikschließung 2010 nicht untätig gewesen, erklärte er und stellte den Stadtverordneten die Planungsidee des Konzerns vor: Das Krankenhaus soll demnach abgerissen und auf der knapp 50.000 Quadratmeter großen Fläche (ein Teil davon gehört auch der Stadt) ein Wohngebiet entstehen. "Wir können noch kein fertiges Konzept vorstellen, aber zeigen, in welche Richtung wir denken", so Rong.

Konkreter wurde dann Landschaftsplaner Heinz-Jürgen Achterberg (Kassel), der von einem schön gelegenen Grundstück mit Südhanglage und mit guter Anbindung an die Innenstadt sprach. Es gebe dort die Möglichkeit für verschiedene Haustypen und auch für Mehrgeschosswohnungen sowie altersgerechte Wohnformen. Achterberg präsentierte einige Grafiken des Gebietes und auch davon, wie die Bebauung aussehen könnte. Für Fragen unserer Zeitung stand Rong nicht zur Verfügung, so blieb zum Beispiel auch die Frage offen, ob Asklepios selbst der Investor eines solchen Bauprojektes in Homberg sein werde. Bürgermeister Dr. Nico Ritz zeigte sich froh darüber, dass Asklepios die Pläne vorstellte. Auch wenn die Stadt nicht Eigentümer des Gebäudes sei, handele es sich doch um eine der großen Baustellen in der Stadt. "Wir haben dort Gebäude stehen, die jeden Tag schlechter werden." Nur noch das Familienzentrum mit der Elternschule und der Notarztdienst seien dort untergebracht.

Quelle: HNA

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