Mehr Mitarbeiter und mehr Betten

Asklepiosklinik: Bagger sollen 2014 rollen

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Neue Nutzung: In die Gebäude am alten Standort der Asklepios-Klinik in Melsungen könnte nach Auskunft des Regionalgeschäftsführers ein Fachärztezentrum ziehen. Auch ein Dialysezentrum oder ähnliches sei vorstellbar.

Melsungen . Die Anwohner des Brauereiwegs in Melsungen werden es künftig noch näher bis zur Klinik haben. Auf städtischem Grund soll dort ab 2014 die neue Asklepiosklinik gebaut werden.

„Wir hoffen, dass bis zum Frühjahr 2014 Baurecht geschaffen ist und wir im Herbst mit den Gründungsarbeiten beginnen können“, sagt Dr. Dirk Fellermann, Geschäftsführer bei den Asklepioskliniken.

Amtlich ist jetzt wohl auch, dass im Neubau zusätzlich zu den 100 Betten eine Abteilung für die Versorgung von psychisch kranken Menschen entsteht. Die Bettenzahl wird dafür um 50 auf dann 150 aufgestockt. Dafür werde natürlich auch die Zahl der Mitarbeiter erhöht. Derzeit sind am Standort mehr als 120 Mitarbeiter in den Stationen beschäftigt.

Die Suche nach Psychiatern habe bereits begonnen, so Fellermann, da es derzeit schwierig sei, qualifiziertes Personal zu bekommen. Mit diesem Angebot hoffe man, die Unterdeckung in der psychiatrischen Versorgung in der Region zu beheben.

Baukörperstudie: Sieben Stockwerke wird die neue Klinik umfassen. Das Modell zeigt, wie das Gebäude aussehen könnte.

Das Krankenhaus wird außerdem Abteilungen für Anästhesie und operative Intensivmedizin, Chirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, und Gastroenterologie umfassen. Der Bedarf für den Neubau ist genehmigt. Im Investitionsbauprogramm des Landes sind 13,5 Millionen Euro veranschlagt. Insgesamt kalkuliere Asklepios mit Kosten in Höhe von etwa 20 Millionen Euro. Ein klares Bekenntnis zum Standort, heißt es vom Klinikkonzern.

Im derzeitigen Krankenhausgebäude könnten ergänzende Leistungen untergebracht werden. Denkbar seien, so Fellermann, ein Fachärztezentrum oder eine Dialysestation. „Die Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen“, so der Geschäftsführer weiter. Im laufenden Jahr müssten noch die Grundstücksangelegenheiten abgeschlossen werden. Das Raum- und Funktionsprogramm steht, die Kostenschätzungen beim Land sind abgeschlossen. Offen sei beispielsweise noch die Frage bezüglich der Baustellenanfahrt.

Der Förderkreis der Klinik hatte auf einen schnelleren Baubeginn gedrängt. „Das wird nicht möglich sein“, sagt Fellermann. Allerdings werde man nicht warten, bis Geld vom Land fließt, sondern erste Arbeiten vorfinanzieren.

Da sich das Land aus der Einzelförderung von Krankenhäusern zurückziehe und künftig nur noch nach dem Gießkannenprinzip Geld ausschütte, erfolge der Neubau gerade noch rechtzeitig, sagt Fellermann. Hätte man länger gewartet, wäre er nicht zu realisieren gewesen. Und weiter: Mit der Regelung, die aber noch nicht verabschiedet sei, würden außerdem kleinere alleinstehende Krankenhäuser benachteiligt.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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