Bürgermeister geht weiterhin von Bedarf aus

Asylbewerberheim: Pläne nicht vom Tisch

Homberg. Die Vorbereitungen zur Aufnahme von bis zu 400 Asylbewerbern in Gebäuden der ehemaligen Kaserne in Homberg gehen weiter.

Am Freitag hatte ein Online-Portal gemeldet, dass es zunächst keine Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber in Homberg geben werden und sich auf Aussagen einer Pressesprecherin des Regierungspräsidiums Gießen bezogen.

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Davon sei ihm nichts bekannt, sagte Bürgermeister Martin Wagner gestern gegenüber unserer Zeitung. Und auch Landrat Frank-Martin Neupärtl wusste nichts von derartigen Entwicklungen. Über die Unterbringung von Asylbewerbern war in Homberg in den vergangenen Wochen kontrovers diskutiert worden (wir berichteten). Im Bereich des Erstaufnahmelagers in Gießen sollten zunächst alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, sagte Wagner. Homberg sei aber als Standort weiter im Gespräch. „Da kann je nach weltpolitischer Entwicklung sehr kurzfristig Bedarf entstehen“, meinte er. In der Parlamentssitzung am 14. Dezember solle über eine Änderung des Bebauungsplans für den Umbau der Kasernengebäude entschieden werden.

Der Landkreis muss insgesamt 190 Asylbewerber zusätzlich aufnehmen, 100 davon sollten in der ehemaligen Homberger Kaserne einquartiert werden. An diesen Plänen habe sich nichts geändert, sagte Landrat Neupärtl. (hro)

Quelle: HNA

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