Michaele Scherenberg und Karin George traten in der Alm auf

Atem des Frühlings

Gefühlvolle Sängerin: Karin George unterhielt die Gäste mit Frühlingsliedern. Fotos: Rose 

Frielendorf. Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün und lass mir an dem Bache die kleinen Veilchen blühn – kaum ein Volkslied, zu dem Mozart die Melodie schrieb, hätte besser zu einem besonderen Abend in der Silberseealm gepasst: Am Ostermontag hatten Michaele Scherenberg und Karin George zu einer Lesung mit Liedern eingeladen. Gemeinsam mit 50 Gästen hießen die Märchenerzählerin und die Musicaldarstellerin den Frühling willkommen.

Mit angenehmen Timbre in der Stimme nahm die langjährige Moderatorin und Filmemacherin die Zuhörer mit in verwunschene Welten – und bewies dabei eindrucksvoll, dass die Themen der Märchen nach wie vor nichts an Aktualität eingebüßt haben. Liebe und Leid, Hoffnung und Empathie sind Motive, die auch in der modernen Welt noch wertvoll sind. Um die richtige Stimmung zu erzeugen, bediente sich Michaele Scherenberg Instrumenten und einer Klangschale. Zu ihrer Stimme ließ sie unterschiedliche Klangfarben sprechen.

Karin George sang Lieder, die ebenfalls das Thema des Frühlings in sich trugen. Motive wie Liebe und Mut transportierte sie in Titeln aus bekannten Musicals. „Märchen sind wie ein Kanon – je öfter sie erzählt werden, umso schöner werden sie.

Volksmärchen werden vom Volk erzählt“, sagte Scherenberg. Märchen müssten vom Volk gehegt und gepflegt – so hätten sie Chance, irgendwann zum Volksmärchen zu werden. Die Botschaft sei immer dieselbe: „Lasse deine Sehnsucht größer sein als deine Verzweiflung“, erläuterte die Erzählerin.

Es gehe immer um den Helden, der sich aufmache, eine Aufgabe bezwinge. Davon inspiriert stimmten die Gäste in einen Kanon ein – „Froh zu sein bedarf es wenig“, der auf Anhieb klappte.

Im zweiten Teil schlossen sich dem musisch-literarischen Frühlingsreigen der Damen auch ihre Lebensgefährten Dr. Reinhard Kobelt und Rainer Sander an. (zsr)

Quelle: HNA

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