Keine Mahnwachen, sondern andere Protestform

Atomkraftgegner ziehen sich zurück

+
Atomkraftgegner bleiben aktiv: Für Donnerstag, 26. April, ist eine Gedenkfeier zum Jahrestag von Tschernobyl geplant. Montagsmahnwachen wird es aber nicht mehr geben.

Melsungen. Nach den Osterferien trafen sich 17 Atomkraft-Gegner zu der letzen Mahnwache in Melsungen vor dem Rathaus. Alle waren sich laut Pressemitteilung einig, dass sich nur die Form des Protestes verändern soll, aber sie sich gemeinsam weiterhin für die Energiewende stark machen wollen.

Die Forderung der Atomlobby nach EU-Fördermittel für neue Atommeiler zeige, wie wichtig es sei, aktiv zu bleiben. Deshalb hat die Melsunger Ideengruppe „ausgestrahlt“ laut Renate Mahler-Heckmann beschlossen, jede Veranstaltung zu unterstützen, die Möglichkeiten der Energiewende aufzeigen, und sich in politischen Gremien zu engagieren, um die dezentrale Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien zu fördern.

Geplant ist an folgende Veranstaltungen teilzunehmen: 22. April, „Tag der Erde“ in Kassel; Vortrag am 23. April von attac in der Melsunger Burgstraße 23 (Culturinitiative), ab 19 Uhr zum Thema: „Bürgerstrom statt Großkraftwerke“. Treffen am Donnerstag, 26. April (26. Jahrestag von Tschernobyl), 19 Uhr vor dem Rathaus um in Melsungen mit einer kurzen Gedenkfeier einschließlich Spendensammlung durchzuführen würden. Außerdem wollen sie versuchen, in enger Zusammenarbeit mit dem Energieberater der Stadt Vorträge zu organisieren und über regionale und individuelle Möglichkeiten hin zum sozialen Energiewandel zu informieren. (bmn)

Quelle: HNA

Kommentare