Dauerausstellung über Elisabeth von Thüringen in Spangenberg

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Freuen sich über die Dauerleihgabe: Jutta Wölki-Voß, Pfarrer Dr. Volker Mantey, Brigitte Knierim und Theresa Monye (von links) mit einer neuen Tafel für die Ausstellung.

Spangenberg. Eine Ausstellung über Elisabeth von Thüringen mit 30 Tafeln kann nun dauerhaft in der Spangenberger Hospitalkirche und dem angrenzenden Hospital/Katharinenstube besucht werden.

„Die Ausstellung ist eine Bereicherung für die Stadt“, sagt der Spangenberger Pfarrer Dr. Volker Mantey.

Neben Einwohnern und Besuchern der Stadt sollen auch Pilger durch die Dauerausstellung nach Spangenberg gelockt werden. Seit 2007 ist die Stadt Teil des Elisabeth-Pilgerweges. „Geographisch liegen wir in der Mitte des Weges, der zwischen Eisenach und Marburg verläuft“, sagt Mantey.

Mit der Ausstellung soll der Aufenthalt für Pilger in Spangenberg nun attraktiver werden. „In den Anfangszeiten hatten wir ungefähr 100 Pilger in der Saison“, weiß Mantey, der in den ersten Jahren die einzige Anlaufstelle für Pilger in Spangenberg war.

Neue Plätze für Pilger

Zusätzlich sollen nach Angaben von Jutta Wölki-Voß vom Katharinenverein alsbald unter dem Dach des Hospitals Zimmer für die Pilger entstehen. Die Katharinenfrauen und der Katharinenverein freuen sich schon jetzt auf viele interessante Gespräche mit den Durchreisenden. Auch für Mantey ist die Gemeinschaftsbildung ein wichtiger Aspekt der Ausstellung.

Da ein Teil der Stücke im Hospital stehen, sind die Pilger auch dazu eingeladen, sich an den zahlreichen Angeboten der dortigen Katharinenstube – wie Spielenachmittage und gemeinsame Essen – zu beteiligen.

Die nun ausgestellten Tafeln mit biographischen Hintergründen und Informationen über das umfangreiche Wirken von Elisabeth wurden vor fünf Jahren – zum 800. Geburtstag der Heiligen – erstmals als Wanderausstellung in Spangenberg gezeigt. „Schon zu der Zeit haben wir uns darum bemüht, die Ausstellung dauerhaft zu behalten“, sagt Mantey. Dieser Wunsch wurde vom Landeskirchenamt 2008 erfüllt. Danach wurde überlegt, wo die Ausstellungsexemplare einen festen Platz finden können.

Die Idee, der Ausstellung in der Hospitalkirche und dem angrenzenden Hospital einen Platz zu geben, kam vom Kirchenvorstand. „Wegen der Vorgeschichte des Hospitals ist das hier auch inhaltlich genau der richtige Ort“, sagt Mantey.

Elisabeth von Thüringen steht in direkter Verbindung zu der Hospitalkirche in der Spangenberger Neustadt: Die Kapelle ist der Heiligen geweiht. Der Schlussstein des Chorgewölbes zeigt Elisabeth in typischer Symbolik mit einer Kirche auf dem Arm. Auch das angrenzende Hospital geht auf die Heilige zurück.

Die 30 Ausstellungstafeln wurden um eine weitere ergänzt. Sie steht in der Hospitalkirche und dokumentiert die Spangenberger Bezüge zu Elisabeth von Thüringen. Gestaltet wurde sie von Grafikdesigner Philipp Striegler. (yvk)

Quelle: HNA

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