Bereits 2006 war er Chef in der Kaserne

Oberst Schneider ist neuer Regimentskommandeur

Schwarzenborn. Das neue Gesicht an der Spitze des Schwarzenborner Jägerregiments ist ein bekanntes: Gunter Schneider trägt wieder die Verantwortung für die Soldaten in der Knüllkaserne. Er war bereits einmal Chef in Schwarzenborn.

Schneider war der letzte Kommandeur des Schwarzenborner Panzergrenadierbataillons 152. Diese Einheit ging 2006 im neuen Jägerregiment auf.

In die Knüllregion kommt der Westerwälder gerne zurück. Denn gerade mal vier Jahre ist es her, dass Schneider den letzten Panzer aus der Kaserne rollen sah und seinen Schreibtisch für den ersten Kommandeur des Jägerregiments räumte. Für den Oberst ist es eine Art nach Hause kommen: „Zurück nach Schwarzenborn? Da habe ich nicht lange überlegt. Da würde ich auch auf nackten Füßen hinlaufen“ - so erklärt der 46-Jährige seine Verbundenheit zur Region.

Bonn und Köln lauteten die Zwischenstationen für den Offizier. Hier war Schneider schwerpunktmäßig mit dem Personalwesen der Bundeswehr beschäftigt - speziell mit den Versetzungen von hochrangigen Offizieren.

In Schwarzenborn werden den Diplom-Pädagogen neue Aufgaben erwarten. Er wird an der Spitze einer einmaligen Truppe innerhalb der Bundeswehr stehen: „In den zehn Kompanien bilden sich alle Fähigkeiten des Heeres ab - das gibt es in keinem anderem Verband.“ Die werden in den nächsten Monaten auf dem Prüfstand stehen. Denn das Regiment bereitet sich auf einen weiteren gefährlichen Einsatz vor. Ab März 2012 werden 500 Schwarzenborner Soldaten das Ausbildungs- und Schutzbataillon in Mazar-I-Scharif stellen. Außerdem werden Schwarzenborner, darunter auch Schneider, als Ratgeber die Afghanische Armee unterstützen. Sie werden Teil einer ISAF-Einheit sein, die sich Operational Mentor and Liaison Team (OMLT) nennt.

Für Schneider heißt es jetzt erst einmal ankommen in Schwarzenborn. Zunächst ist er auf Wohnungssuche. Angebote habe er schon aus allen Patengemeinden des Regiments, erzählt er. Ungewohnt ist für ihn die Größe des Verbands, dennoch möchte er überall in der Truppe präsent sein. Teamfähigkeit und Mannschaftsgeist - grundsätzlich könne man das Regiment auch mit einem zivilen Unternehmen vergleichen, sagt er. „Unser Plus ist allerdings die Kameradschaft.“

Schon einmal war Schneider in einer Zeit der Veränderungen Chef in der Knüllkaserne. Wieder steht der Bundeswehr ein Umbruch bevor. Was das für das Jägerregiment bedeuten wird, kann Schneider noch nicht sagen. Die Infanterie solle gestärkt werden, damit stünden die Chancen für die Schwarzenborner Truppe gut, gestärkt aus der Reform hervorzugehen.

Quelle: HNA

Kommentare