Der Fritzlarer Reitverein startet mit einem Hallenturnier in die neue Saison

Auftakt mit neuen Eisen

Mit dem Werkstattwagen im Einsatz: Ingo Stübi ist seit 30 Jahren Hufschmied und überwiegend bei Turnieren in Fritzlar und Bad Wildungen im Einsatz. Foto: Zerhau

Fritzlar. Eifrig trainiert haben die Reiter des Fritzlarer Reitervereins während des Winters. Das Ergebnis der Vorbereitung zeigten sie am Wochenende beim Start in die Saison.

Beim Saisonauftakt in der Fritzlarer Reithalle gingen in der Ederau 220 Teilnehmer aus Hessen, Niedersachsen, Westfalen und Thüringen mit 280 Pferden 714 Mal an den Start. Ausgeschrieben waren 21 Prüfungen in der Dressur und im Springen der Klasse C bis M. Sportliche Höhepunkte waren am Samstag die 2-Phasen-Springprüfung Klasse M sowie am Sonntag die M-Dressur und das M-Springen mit Stechen.

Neue Vereinsführung

Mehr Lampenfieber als die Reiter hatte das neue Vorstandsduo mit Angelika Herzog und ihrer Vize Ragna Friedrich. Über 25 Jahre leiteten Herbert und Werner Sauer den Verein. Vor einigen Wochen haben die beiden Frauen das Ruder übernommen. Aber sie erhielten Unterstützung vom Ex-Chef Herbert Sauer.

Dauergast im Reit- und Fahrverein Fritzlar ist Hufschmied Ingo Stübi. Er ist seit 47 Jahren Vereinsmitglied, nahm 28 Jahre lang an Turnieren im Springen, der Dressur und im Vielseitigkeitsreiten teil und ist seit 30 Jahren Hufschmied.

Nach zweijähriger Ausbildung als Kunstschmied und Bauschlosser spezialisierte er sich zum Hufschmied. Seitdem ist Ingo Stübi der Mann, dem die Reiter ihre Pferde anvertrauen, wenn es um das Hufeisen geht. Seit 19 Jahren ist er als Turnierschmied überwiegend in Fritzlar und Bad Wildungen tätig. Seine Kunden sind meist Turnierreiter die ihren Pferden ein passendes Eisen verpassen lassen.

Dabei ist Eisen nicht gleich Eisen, denn die Pferde der Spring- und Dressurreiter werden unterschiedlich beschlagen. Während in der Dressur keine Stollen benutzt werden, tragen Springpferden je nach Bodenbeschaffenheit Hufeisen mit Stollen von fünf Millimeter bis zu zwei Zentimeter.

Da der Pferdehuf wie Finger- oder Fußnägel nachwächst, müssen die Hufe im Schnitt alle acht Wochen gekürzt werden. Dabei werden auch neue Eisen montiert.

Bei Turnieren sind es meist verlorene Eisen, die von Ingo Stübi ersetzt werden. Dann ist wieder der Huf-Designer, wie ihn die Reiter nennen, aufs Neue gefragt. (zzp)

Quelle: HNA

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