In Treysa soll für die Nachwuchs-Betreuung neu gebaut, aber auch andere Immobilien geprüft werden

Ausbau von Kindertagesstätten: Leere Gebäude prüfen

Treysa. Für den Ausbau der Kindertagesstätten in Schwalmstadt soll insbesondere in Treysa auch geprüft werden, ob bereits vorhandene Immobilien umgenutzt werden können. Einer entsprechenden Beschlussvorlage des Magistrats stimmte das Stadtparlament in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu.

Derzeit ist geplant, die Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Ziegenhain um einen zweigruppigen Erweiterungsbau zu vergrößern. In Treysa soll eine dreigruppige Kindertagesstätte neu gebaut werden. Für diesen Neubau sollen nun neben den Standorten Wiegelsweg und dem ehemaligen Kindergarten „Euro-Ruf“ weitere Standorte geprüft werden, erklärte Bürgermeister Wilhelm Kröll.

Für den gesamten Tagesstätten-Ausbau werde mit Kosten von bis zu zwei Millionen Euro kalkuliert. Die Anträge auf Fördergeld sollen noch im August auf den Weg gebracht werden.

Schwalmstadt habe positive Kinderzahlen, kommentierte Andreas Göbel (CDU), und auf den bisherigen Ausbau könne man stolz sein. Mit einer ordentlichen Kosten-Nutzen-Analyse müsste aber auch geprüft werden, ob leerstehende Gebäude genutzt werden könnten. Christel Bald (FWG) erinnerte daran, dass die Förderpauschale bei einem Um-oder Ausbau eines bestehenden Gebäudes geringer ausfiele.

Andreas Eckert (Grüne) mahnte an, dass man bei der Planung in Treysa an kurze Wege als wichtigem Standort-Faktor denken müsse. Jenseits der Bahnline seien derzeit in Treysa keine Kindergarten-Plätze mehr vorhanden.

„Wir müssen dort hingehen, wo die Kinder leben“, sagte auch Heidemarie Scheuch-Paschkewitz (Linke). Man sollte nicht nur auf günstige Immobilien schielen.

Die Kritik von FDP-Sprecher Constantin Schmitt hingegen, dass die geplante Bausumme sehr hoch sei und ein Bruchteil bereits für ein privates Eigenheim reichen würde, konterte Michael Schneider. „Wir müssen uns den Kosten stellen“, sagte der SPD-Sprecher, weil es besondere Bauvorgaben gebe, etwa für den Brandschutz.

Außerdem hätten sich alle Parteien den Ausbau der Kindertagesstätten in die Wahlprogramme geschrieben. (jkö)

Quelle: HNA

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