Ausbildung am Limit: Unfallzug Frielendorf übt die ganze Nacht

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Insbesondere die Verkehrsunfälle waren realistisch: Sie forderten die volle Konzentration des Unfallzugs.

Frielendorf. Der Unfallzug der Feuerwehr Frielendorf, bestehend aus den Feuerwehren Frielendorf und Obergrenzebach mit Unterstützung des DRK Ortsverband Frielendorf hat bei einer Nachtübung mehrere Übungsszenarien absolviert.

Die umfängliche Ausbildungsnacht begann am späten Samstagnachmittag dauerte bis in den frühen Sonntagmorgen. Fünf verschiedene Szenarien, ausgearbeitet vom stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Markus Schmerer und dem stellvertretenden Wehrführer der Feuerwehr Obergrenzebach, Christian Nill, hatten über 30 Teilnehmern zu bewältigen.

Es war ein breites Spektrum der Feuerwehrarbeit, das abgedeckt werden musste. So galt es, verschiedene Lagen aus dem Bereich Technische Hilfeleistung, Gefahrgut sowie den klassischen Brandeinsatz zu bewältigen.

Die beiden Organisatoren hatten mit hohem persönlichen Engagement anspruchsvolle und für jeden einzelnen Feuerwehrangehörigen fordernde Übungsszenarien erstellt. Insbesondere die Verkehrsunfälle waren so realistisch, dass man sehr schnell vergessen konnte, dass es sich hierbei „nur“ um eine Übung handelte, den Männern und Frauen der Feuerwehren war die Anspannung deutlich anzumerken.

Zimmerbrand

Schon die erste Übung auf dem Betriebshof der Firma Eisenhut in Obergrenzebach hatte es in sich. Ein Pkw war unter einen Lkw-Auflieger eingeklemmt, der Fahrer sollte befreit werden. Direkt danach galt es einen Zimmerbrand in Leuderode zu bekämpfen. Nach einer kurzen Pause in Schönborn ging es weiter zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten in Leimsfeld, um dann kurz darauf zu einem Gefahrgutunfall in Spieskappel bei der Firma Momentive alarmiert zu werden.

Den Abschluss bildete ein Pkw-Brand in Frielendorf, bevor nach über sieben Stunden und 60 gefahrenen Kilometern die Übung zu Ende war.

Ziel der Nachtübung war es die Zusammenarbeit im Unfallzug zu verbessern und Abläufe zu optimieren.

Insbesondere die Arbeit mit der maschinellen Zugeinrichtung, umgangssprachlich Seilwinde, des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr Obergrenzebach wurde unter möglichst realen Bedingungen erprobt, aber auch die Führungsorganisation an der Einsatzstelle stand im Fokus.

Zu diesem Zweck wurden alle Übungen sowohl von den Organisatoren als auch einem Übungsbeobachter kritisch begleitet und direkt im Anschluss offen und ehrlich bewertet.

Bilder von der Übung

Nachtübung Unfallzug Frielendorf

Verbesserungspotenzial gebe es immer, war im Anschluss zu hören, insbesondere Details seien im Auge zu behalten. Insgesamt sei die Übung sehr professionell verlaufen, so das gemeinsame Fazit der Übungsleitung. Das bestätigte Gemeindebrandinspektor Norbert Mühling in seinem kurzem Resümee am Ende dieser anstrengenden Ausbildungsnacht.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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