Ausbildung in Schule und Betrieb besser verzahnen: 50 Betriebe kooperieren

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Austausch beim Markt der Möglichkeiten: Inga Meskauskas, Abteilungsleiterin Wirtschaft und Verwaltung, informiert Wolfgang Nolte von der Kasseler EFA Autoteilewelt über den VASU-„Werkzeugkoffer“, der Auszubildende beim Erreichen ihres Ausbildungsziels unterstützen soll.

Wolfhagen. Die Ausbildung an den zwei Lernorten Schule und Betrieb besser miteinander zu verzahnen und dadurch die Qualität der Ausbildung zu erhöhen, ist das Ziel der Lernkooperationstreffen, zu denen die Wolfhager Herwig-Blankertz-Schule seit zwölf Jahren einlädt.

Mitarbeiter fast aller 50 Ausbildungsbetriebe aus den Landkreisen Kassel und Waldeck-Frankenberg, mit denen der Fachbereich Lagerlogistik zusammenarbeitet, waren bei dem Treffen vertreten. Dabei bot sich Ausbildern und Lehrkräften unter dem Motto „Qualitätsentwicklung durch Kooperation“ nicht nur die Gelegenheit, sich in Gesprächen über den individuellen Ausbildungsstand ihrer Auszubildenden auszutauschen, sondern auch, sich beim „Markt der Möglichkeiten“ über Themen wie „Alles rund um Berufe der Lagerlogistik und Organisation des Fachbereichs Logistik“, „Gestaltung und Projekte zur Lernortkooperation“, Berufseinstiegskonzept, Auslandspraktika, ausbildungsbegleitende Hilfen und vieles mehr zu informieren.

Qualität der Ausbildung 

„Für den Auszubildenden spürbar erlebbare Lernortkooperation erhöht die Qualität der Ausbildung“, sagt Inga Meskauskas, Abteilungsleiterin Wirtschaft und Verwaltung an der Herwig-Blankertz-Schule. „Für uns als Schule ist die bestmögliche Qualifizierung unserer Schüler und Auszubildenden nicht nur Teil unseres Bildungs- und Erziehungsauftrags, sondern insbesondere auch der eigene Anspruch an unser berufliches Tun.“ Zudem sei es eine Möglichkeit, ihr Angebot am Bildungsmarkt darzustellen und ein Netzwerk zu Ausbildungspartnern zu knüpfen, auch mit Blick auf die weitere Zusammenarbeit, beispielsweise im Bereich der Fort- und Weiterbildung.

Auch die Betriebe profitierten von einer guten Lernortkooperation: „Qualifizierte Ausbildung ist ein erster entscheidender Schritt, um einem Fachkräfteengpass entgegenzuwirken“, so Meskauskas.

233 Auszubildende 

Die Gäste erfuhren zudem allerlei Hintergründe über den Fachbereich der Wolfhager Berufsschule, die hier die Berufe Fachkraft für Lagerlogistik und Fachlagerist ausbildet.

„Derzeit unterrichten wir 233 Auszubildende in insgesamt elf Klassen, vier Klassen im ersten, zwei im zweiten und drei im dritten Ausbildungsjahr“, so Paul Orzessek, Koordinator Logistik. Der Unterricht werde durch vier Lehrerteams aus insgesamt 16 Lehrkräften abgedeckt.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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