Es klemmt an allen Ecken und Enden

Enttäuschung nach 20 Jahren: Ausbildungsrestaurant in Homberg vor dem Aus

Schwalm-Eder. Das Geld für die Ausbildung wäre da, nur die Auszubildenden fehlen. Das ist das Dilemma, in dem der Starthilfe-Ausbildungsverbund im Schwalm-Eder-Kreis derzeit steckt. Die Folge: Das Ausbildungsrestaurant in Homberg, dass es seit 20 Jahren gibt, steht vor dem Aus.

„Wenn sich an der Situation nichts ändert, werden wir spätestens im Sommer nächsten Jahres schließen müssen“, erklärt Elke Junger, Geschäftsführerin der Starthilfe. Man müsse dringend Auszubildende oder Umschüler finden.

Aktuell sind zwei Auszubildende in dem Restaurant in der Untergasse beschäftigt, mindestens neun müssten es sein, damit der Betrieb rund laufen könne. Es klemme derzeit an allen Ecken und Enden.

Zuletzt aktualisiert
um 15.25 Uhr

150 Auszubildende durchliefen in dieser Zeit den Betrieb, über 80 Prozent von ihnen wurden anschließend in Jobs vermittelt. „Es ist ein erfolgreiches Angebot“, sagt Elke Junger. Nur seien die Berufe in der Gastronomie bei jungen Leuten offenbar nicht mehr so gefragt.

Das Geld für die Ausbildung wäre da, nur die Auszubildenden fehlen. Das ist das Dilemma, in dem der Starthilfe-Ausbildungsverbund im Schwalm-Eder-Kreis derzeit steckt. Die Folge: Das Ausbildungsrestaurant in Homberg, dass es bereits seit 20 Jahren gibt, steht vor dem Aus.

„Wenn sich an der Situation nichts ändert, werden wir spätestens im Sommer nächsten Jahres schließen müssen“, erklärt Elke Junger, Geschäftsführerin der Starthilfe. Man müsse dringend Auszubildende oder Umschüler finden.

Das scheine ein Trend zu sein, ebenso wie gerade Berufe im Einzelhandel sehr gefragt seien. Vor einigen Jahren sei der Friseur-Ausbildungsberuf sehr beliebt gewesen, so Junger.

Umgekehrt sei der Bedarf an Arbeitskräften aus dem gastronomischen Bereich groß und somit auch die Chance darauf, nach der Ausbildung eine Stelle zu finden. Wichtig seien jedoch Mobilität und Flexibilität, betont sie.

Besonders dramatisch sei diese Entwicklung auch deshalb, weil man wieder die Möglichkeit habe auszubilden. Denn nachdem nun nicht mehr die Agentur für Arbeit in Kassel, sondern die in Korbach für den Ausbildungsverbund im Kreis zuständig sei, gebe es wieder eine bessere Förderung für die Starthilfe.

Große Hoffnung setze man jetzt in ein neues Programm, dass Umschülern die Möglichkeit gebe, sich im Ausbildungsrestaurant zu qualifizieren.

Mehr in Kürze an dieser Stelle.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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