Ausfahrten von Treysaer Parkplätzen verstopfen: Polizei beklagt Unfälle

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Wegkommen ist schwer: Oft bilden sich Autoschlangen (gelb markiert) an der Ausfahrt des Treysaer Parkplatzes Walkmühlenzentrum. Ein Problem ist, dass es keine getrennten Spuren für Rechts- und Linksabbieger gibt.

Treysa. Die Parkplätze am Treysaer Walkmühlenweg und der Friedrich-Ebert-Straße kosten die Autofahrer viele Nerven. Während das Auffahren auf die Parkplätze vergleichsweise reibungslos funktioniert, müssen die Fahrer beim Verlassen Geduld mitbringen.

Vor allem auf dem Parkplatz Walkmühlenzentrum bilden sich zu den Stoßzeiten lange Autoschlangen, weil der dichte Verkehr auf der Straße das Einbiegen erschwert. Dabei kommt es nach Angaben der Polizei häufig zu Unfällen. Die Stadt wolle sich nun beim Eigentümer für eine Lösung einsetzen, sagte Bürgermeister Wilhelm Kröll auf HNA-Anfrage.

Der Schwalmstädter Polizeichef Michael Stuhlmann kennt das Problem gut: „Die Situation bereitet uns wirklich Sorgen. Das ist ein Unfallschwerpunkt. Vor allem Linksabbieger müssen oft sehr lange warten“, sagt Stuhlmann. Weil es an der Ausfahrt des Rewe-Parkplatzes keine eigenen Spuren für Rechts- und Linksabbieger gebe, verschärfe sich das Problem zusätzlich.

Aber auch Autofahrer, die rechts abbiegen wollen, sind oft genauso betroffen. Sie müssen warten, bis sich für die Linksabbieger vor ihnen eine Lücke bietet. Wenn sich ein Rückstau vor der Ampel der Hephata-Kreuzung gebildet hat, kann dies lange dauern. Was folgt, sind Autoschlangen, die den Parkplatz verstopfen. Viele Autofahrer weichen bereits jetzt auf den gegenüberliegenden Parkplatz zwischen Autohaus und Textildiscounter aus.

Dabei habe die Polizei schon bei den Bauplanungen auf den Missstand einer zu schmalen Ein- und Ausfahrt hingewiesen, die Anregungen seien aber nicht berücksichtigt worden, sagt Stuhlmann.

Etwas entspannter ist die Situation vor den Parkplätzen des Hagebau- und Tegut-Marktes an der Friedrich-Ebert-Straße. Nach dem dortigen Umbau des Baumarktgeländes hat sich das Problem nach Ansicht des Polizeichefs entschärft. Zudem stehen vor der Märkten insgesamt drei Ein- und Ausfahrten zur Verfügung.

Aber auch hier kommt der Verkehr hin und wieder ins Stocken. An der mittleren der Ausfahrten, die bezeichneter Weise „Am Staudamm“ heißt, reihen sich die Autos zu den Haupteinkaufszeiten am Nachmittag aneinander. Problem ist hier, dass die Autofahrer die getrennte Ausfahrt für Rechts- und Linksabbieger nicht als solche erkennen. Die Markierungen auf dem Boden sind bis zur Unkenntlichkeit ausgewaschen. Deshalb stellen sich viele Fahrer mittig zwischen die beiden Spuren.

Was den Rewe-Parkplatz angeht, will Bürgermeister Kröll sich mit den Eigentümern in Verbindung setzen und um Abhilfe bitten. Bei der Planung des Areals sei „lang und breit“ über die Verkehrsführung diskutiert worden. Was innerhalb des Privatgeländes passiere sei aber nicht Sache der Stadt. „Aber es sollte ja auch im Interesse der Marktbetreiber sein, dass das Parken problemlos möglich ist.“

Quelle: HNA

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