Marktplatzfest in Felsberg: Ausflug ins Mittelalter

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Paul Duschek aus Maden und Tamea Zeidler aus Melgershausen übten sich im Schwertkampf.

Felsberg. Eine verborgene Falltür, alte Kampfschwerter und kuriose Geschichten aus dem Mittelalter – beim Marktplatzfest in Felsberg schickte der Kulturwart des Burgvereins, Hans Poth, die Besucher auf eine Reise zurück ins Mittelalter.

Eine Zeit, als die Burgleute versuchten, Geister zu verjagen oder ein unfähiger Alchimist vom Hof vertrieben wurde.

Denn neben dem Marktplatz war auch das Wahrzeichen Felsbergs, die Felsburg, fester Bestandteil der Veranstaltung: „Wir wollen Leben in die Burg bringen, und diese auch der Öffentlichkeit präsentieren”, sagt der Kulturwart. Auch der vierjährige Paul Duschek aus Maden, der mit seinen Cousinen Tamea und Milena Zeidler die Burg erkundete, nahm an der Führung teil und war begeistert von der mittelalterlichen Festung. „Ich bin ein richtiger Ritterfan”, sagte Paul. Deshalb fühlte er sich sehr wohl auf der Felsburg.

Genau dies sei laut Burgverein wichtiges Anliegen: „Wir wollen junge Leute und Kinder an das Ziel des Burgvereins heranführen: die Pflege des Heimatgedankens”, so Hans Poth. Doch nicht alle Kinder wollten hinauf auf die Burg. Während die einen von den spannenden und geheimnisvollen Erzählungen gefesselt waren, ließen sich andere von den Mitarbeitern des evangelischen Kindergartens Felsberg schminken – zu Prinzessinnen, Schmetterlingen und anderen Tieren.

Auch auf dem Marktplatz gab’s einiges zu erleben und sogar zu gewinnen. Es galt: Wer seinen Lufballon auf die längste Reise schickt, gewinnt. Für den Sieger gibt es eine Dauerkarte fürs Schwimmbad. Das Ergebnis liegt in den nächsten Wochen vor, wenn der Finder den Ballon zurückgesendet hat. „Wir wollen hier für jeden etwas bieten – ob jung oder alt”, erklärte Hans Poth.

Für musikalische Unterhaltung sorgte am Samstag der Chattengauer Bläserchor aus Gudensberg mit Titeln wie „Summertime”. Das Wetter spielte allerdings nicht immer mit und war alles anderes als sommerlich. Die Veranstalter des Burgvereins blickten jedoch in viele glückliche Gesichter. Angesichts des wechselhaften Wetters sei man durchaus zufrieden mit dem Verlauf und der Besucherzahl der Veranstaltung. (lb)

Von Lars Becker

Quelle: HNA

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