Aussicht auf Rendite: Kreis investiert weiter in Klimaschutz

Schwalm-Eder. Investitionen in den Klimaschutz rechnen sich - für die Umwelt und fürs Budget. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung für 84 Liegenschaften des Landkreises, die der Kreistag in Auftrag gegeben hatte.

Die Betriebskosten könnten jährlich um 1,74 Millionen Euro reduziert werden. Der Kohlendioxid-Ausstoß würde um 65 Prozent verringert.

„Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis“, sagt Landrat Frank-Martin Neupärtl. In zehn Jahren könnten die Liegenschaften des Landkreises klimaneutral mit Energie versorgt werden. In der nächsten Kreistagssitzung am 10. September soll das Konzept vorgestellt werden. Die Klimaschutz-Initiative wäre mit hohem finanziellen Aufwand verbunden. 28 Millionen Euro müssten in den nächsten zehn Jahren investiert werden. Das sind etwa 15 Millionen Euro mehr, als in diesem Zeitraum ohnehin in die Gebäudesubstanz gesteckt worden wären.

Für die Untersuchung hat der Landkreis 95 000 Euro ausgegeben. Die Hälfte der Kosten erhält er aus einem Förderprogramm des Bundesumweltministeriums für Klimaschutzprojekte zurück.

Sollte sich der Kreistag für das Klimaschutz-Konzept entscheiden, könnten auch Personalkosten gefördert werden. Für die Stelle eines Klimaschutz-Managers gäbe es über einen Zeitraum von zwei Jahren einen Zuschuss von 65 Prozent.

Die ermittelten Daten zu den Liegenschaften seien hilfreich für das Energie-Management, sagt Dirk Schnurr, der Energiebeauftragte des Landkreises. Die Hausmeister könnten Verbrauchswerte künftig über das Internet in die Datensammlung eingeben. Unter der Regie von Dirk Schnurr ist der Energiebedarf insbesondere an Schulen des Landkreises bereits deutlich reduziert worden. Das geplante Klimaschutz-Konzept werde eine Rendite von etwa sechs Prozent erbringen, hat er errechnet.

Quelle: HNA

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