20 Jahre Städtepartnerschaft Wolfhagen-Ohrdruf gefeiert

Austausch mit Wert

Stadtrundgang: Die Bürgermeisterkollegen Marion Hopf und Reinhard Schaake (Mitte) mit Freunden aus Wolfhagen und Ohrdruf auf dem Marktplatz. Foto: Hoffmann

Wolfhagen. Zwei Jahrzehnte hält sie bereits, die Freundschaft zwischen Wolfhagen und der thüringischen Partnerstadt Ohrdruf. Am 19. Juli 1990 war in Wolfhagen die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet worden, am 3. Oktober des gleichen Jahres noch einmal in Ohrdruf. Exakt 20 Jahre später reiste nun eine 66-köpfige Delegation um Bürgermeisterin Marion Hopf aus Thüringen nach Nordhessen, um auf Einladung ihres Wolfhager Amtskollegens Reinhard Schaake die langjährige Partnerschaft zu feiern.

Auftakt war am Sonntag im Liemecke-Stadion, wo die Regionalauswahl Nordhessen gegen thüringer Kicker das Leder zum Glühen brachten. Dass die Gäste 2:1 verloren haben, nahmen sie freundschaftlich gelassen und stärkten sich beim Mittagessen mit Gulasch und Nudeln. Die angekündigte original Thüringer Bratwurst aus Ohrdruf war leider nicht in Wolfhagen angekommen, doch Bürgermeisterin Hopf versprach sie für einen hoffentlich baldigen Gegenbesuch.

Am Nachmittag hatten die Besucher dann die Qual der Wahl. Bei herrlichem Herbstwetter entschied sich ein Großteil für einen gemütlichen Bummel durch die historische Altstadt. Stadtführer Günter Glitsch gab zunächst am Marktplatz einen kleinen Überblick, bevor er mit seinen Gästen weiter zur Burg ging, gefolgt von der großen Teichstraße, wo er über die Wolfhager Wasserversorgung und Abwassersituation informierte.

Während die einen das Wolfhagen von heute in Augenschein nahmen, beschäftigten sich die anderen im Regionalmuseum mit dem Wolfhagen von einst. Bernd Klinkhard hatte allerhand Wissenswertes, das er den Besuchern aus der Partnerstadt an die Hand geben konnte.

Am Abend klang der Besuch langsam aus, doch nicht bevor in der Stadthalle die 20-jährige Freundschaft noch einmal rückblickend aufgezeigt wurde.

Auch heute noch sieht Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake einen großen Vorteil in einer solchen Partnerschaft: Der Austausch von Mensch zu Mensch über die Vergangenheit sei nicht zu unterschätzen. Schaake: „Er hilft dabei wertzuschätzen, was wir im gemeinsamen Deutschland heute haben, und das ist nicht selbstverständlich.“

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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