ADAC klärt auf

Nach Fritzlarer Fahrzeug-Brand: "Nicht mehr Vorfälle als früher"

Fritzlar. Dramatisch war der Ausflug für eine vierköpfige Familie in Fritzlar am Dienstagabend geendet, bei dem ihr Auto in Flammen aufgegangen war. Nicht der erste Autobrand in jüngster Vergangenheit - doch eine Zunahme an Autobränden gibt es laut ADAC nicht.

Bei der Heimfahrt hatte die Ehefrau des 43-jährigen Fahrers bemerkt, dass aus dem Motorbereich Feuer in den Fußraum gelangt war. In Höhe der Auffahrt zur B 253 am Neuen Wildunger Kreuz stoppte der Mann den Wagen am Fahrbahnrand und brachte sich mit seiner Frau und den beiden fünfjährigen Kindern in Sicherheit.

Löschversuche von Passanten brachten keinen Erfolg, erst die Fritzlarer Feuerwehr konnte den Brand löschen. Das Fahrzeug wurde dabei völlig zerstört.

In den vergangenen Wochen war es immer wieder zu Auto- und Lastwagenbränden im Schwalm-Eder-Kreis gekommen. Vermutungen von HNA-Lesern, dass moderne Autos leichter in Brand geraten könnten, konnte der ADAC auf unsere Anfrage nicht bestätigen. „Ich kann da nur Entwarnung geben“, sagte ADAC-Technikexpertin Dr. Bettina Hierath.

ADAC: "Keine Zunahme an Autobränden"

Bei allen Tests in jüngerer Zeit habe es keinen Hinweis darauf gegeben, dass neue Autos leichter in Brand geraten könnten. Auch moderne Antriebsarten seien nicht gefährdeter als bisherige Technik. Hierath machte deutlich, dass spektakuläre Explosionen, wie man sie aus Filmen kennt, unrealistisch seien: „Die Explosionen wie man sie im Fernsehen sieht, sind völlig aus der Luft gegriffen.“ Tatsächlich handele es sich meistens um Schmorbrände, die in der Elektrik des Autos entstünden, in der Regel an Kabeln. Deutschlandweit gebe es ihres Wissens jährlich rund 16 000 Autobrände, sagte Hierath. (ode/zzp)

Fotos vom Einsatzort

Familie rettet sich aus brennendem Auto

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Zerhau/HNA

Kommentare