B251: Motorradfahrer kritisiert fehlenden Unterfahrschutz an Leitplanken

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Besorgter Motorradfahrer: Klaus Cornelius kritisiert, dass am neuen Teilstück der B 251 kein Unterfahrschutz installiert wurde. Im Hintergrund ist die Kurve am Restaurant „Zum Ahnetal“ zu sehen. Dort gibt es seit Jahren die Schutzeinrichtung.  

Habichtswald/Ahnatal. Wochenlang wurde an der Bundesstraße 251 gearbeitet, seit kurzem ist ein Teilstück zwischen Ahnatal und der Rasenallee für den Verkehr freigegeben.

Doch mit dem Ergebnis ist Klaus Cornelius nicht zufrieden. Der Motorradfahrer kritisiert, dass es an den Leitplanken keinen Unterfahrschutz gibt. Dieser kann Bikern bei einem Unfall das Leben retten, sagt er.

„Wenn man schon Leitplanken anbringt, dann sollte man es richtig machen“, findet der 54-Jährige. Die B 251 ist seine „Hausstrecke“, sagt Cornelius. Regelmäßig ist er dort mit dem Motorrad unterwegs. Auch von anderen Fahrern würde die Strecke gern und oft genutzt.

Der Kasseler, der gebürtig aus Dörnberg kommt, weiß, wie wichtig ein solcher Unterfahrschutz ist. Vor einigen Jahren hatte er selbst einen schweren Unfall mit dem Motorrad. Im Harz rutschte er unter einer Leitplanke hindurch. Noch heute sind Narben vom Unfall zu sehen. Seitdem ist er besonders auf Sicherheit bedacht und macht sich Sorgen, dass „Motorradfahrer außer Acht gelassen“ werden könnten in Sachen Straßenbau. An der Kurve der Gaststätte „Zum Ahnetal“ sei seit Jahren ein Unterfahrschutz angebracht. So müsste das, findet Cornelius, an mehreren Stellen der B 251 sein.

An der bereits fertiggestellten Strecke seien zusätzliche Schutzsysteme an Kurven oder Bäumen angebracht worden, sagt Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil, auf HNA-Anfrage. Dadurch würden Gefahrenquellen reduziert. Generell seien mehr Leitplanken angebracht worden, als es vorher gab. „Das sind technisch höherwertigere Systeme“, sagt Sinemus. Diese würden mehr aushalten. Allerdings: „Sie bieten keine Möglichkeit, einen Unterfahrschutz anzubringen.“ Auch sei das nicht zulässig. Mit der Polizei werde außerdem eng zusammengearbeitet. Ein Unfallschwerpunkt sei die Strecke jedoch nicht. „Wir haben aber natürlich den Schutz für Zweiradfahrer im Blick.“

Ein Interview zum Thema lesen Sie am Freitag in der gedruckten Ausgabe der Wolfhager Allgemeinen und den HNA-Ausgaben in Landkreis und Stadt Kassel.

Quelle: HNA

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