A 49: Aktionsgemeinschaft meldet sich zu Wort

B 454 würde zum Autobahnzubringer

Schwalmstadt/Stadtallendorf. Zur Resolution des Stadtparlaments Schwalmstadt äußert sich in einer Stellungnahme Reinhard Forst für die Aktionsgemeinschaft Schutz des Ohmtals.

Die Schwalmstädter Stadtverordnetenversammlung hatte in ihrer jüngsten Sitzung gefordert, dass die A 49 nicht in Treysa enden solle und auf eine zeitgleiche Fertigstellung der Autobahnabschnitte Bischhausen-Treysa und Treysa-Stadtallendorf gedrängt (wir berichteten).

Aus Sicht des Schutz-des-Ohmtals-Sprecher geht die Resolution von falschen Voraussetzungen aus. Ein Anruf bei der Straßenbaubehörde hätte genügt, dies abzuklären, heißt es in seinem Schreiben. Die Planer erwarten laut Forst bei einem Bau der Autobahn bis Treysa knapp 6000 Fahrzeuge auf der A 49 zwischen Bischhausen und Treysa.

„Dass ein solcher Bau bis Treysa nichts Gutes bringt, damit haben die Stadtverordneten recht“, meint Forst. Bei einem Durchbau der A 49 wäre allerdings die zusätzliche Belastung in Treysa (Richtung Wiera) nach Aussage der Planfeststellungsunterlagen mehr als zwanzigfach höher, mehr als 8000 Fahrzeuge würden damit zusätzlich auf der B 454 durch Treysa fahren, schreibt Forst. Er fragt: „Ist das für die Bevölkerung hinnehmbar? Wann wird man endlich begreifen, dass die Wieraer Straße in Treysa bei einem Weiterbau der A 49 über Treysa hinaus immer stärker belastet wird?“ Die Bundesstraße durch Treysa würde ein Autobahnzubringer und mit dem Ansteigen des Verkehrs auf der Autobahn der Verkehr auch auf dem Zubringer ansteigen, ist der Sprecher überzeugt.

„Belastung für Treysa“

Die Resolution fordert einen Bau nach Stadtallendorf in einem Zug. Dazu merkt Forst Folgendes an: Die Belastung für Treysa würde dadurch größer als bei einem Bauende bei Treysa. Außerdem hätten die Planer der Europäischen Kommission mitgeteilt, dass ein Bauende bei Stadtallendorf wegen der großen Belastungen für das nachgeordnete Straßennetz nicht zulassungsfähig sei.

„Aber für eine solche katastrophale Belastung der dort wohnenden Bevölkerung spricht sich die Resolution der Stadtverordneten aus“, erklärt der Schutz-des-Ohmtals-Sprecher. (syg)

Quelle: HNA

Kommentare