Keine Entscheidungen über die Sanierung des Bewegungsbades und den Parkplatzersatz

Bad: Parlament wartet ab

Neukirchen. Noch immer ist die Sanierung des Bewegungsbades in Neukirchen nicht in trockenen Tüchern. Endgültig entscheiden wollen sich die Stadtverordneten nun aber im Herbst, spätestens am 17. November.

Bis dahin sollen drei Gutachten vorliegen und ausgewertet sein, die ein Urteil über den Status Quo in Sachen Statik, Bauphysik und Brandschutz erlauben. Bei sechs Enthaltungen verständigte sich das Parlament einstimmig auf diesen allerletzten Aufschub.

Denn, so verdeutlichte Bürgermeister Klemens Olbrich, die Uhr tickt: Das Ministerium in Wiesbaden drängt darauf, den bewilligten Zuschuss in Höhe von rund 400 000 Euro anzunehmen oder aber freizugeben.

Seit drei Jahren ist das Ob und Wie der technisch fälligen Sanierung in Neukirchen ein Thema. Die Kosten für die jetzt angestrebte Vollsanierung betragen 1,14 Millionen Euro. Dabei würde das knapp 30 Jahre alte Bad in seiner Funktion und Gestalt kaum geändert, hinzu käme lediglich ein neuer Bereich mit Saunen und Dampfkabinen im Wert von 40 000 Euro, erklärte Bauausschusssprecher Matthias Klippert.

Während einige Redner ihre Enttäuschung über den neuerlichen Zeitverlust bekundeten, appellierte Klippert (SPD) an die Versammlung, die drei Gutachten abzuwarten, alles andere sei riskant.

Ebenfalls noch keine Entscheidung fiel in der Sitzung am Donnerstagabend im Rathaussaal über den Ersatz für die 64 Stellplätze, die beim Neubau des Rewe-Marktes wegfallen. Von drei Ausweichgrundstücken sollte laut Beschlussvorschlag der Verwaltung die Fläche Papst/Unger angekauft werden, um dort 50 Stellplätze zu schaffen.

In der Debatte vermissten die Fraktionssprecher jedoch den Durchblick durch die Kosten, Helmut Reich (FDP) fehlte überdies eine Aufstellung aller zur Verfügung stehenden Parkmöglichkeiten in der Stadt. Bei einer Enthaltung wurde beschlossen, solch eine Bilanz vor die Kaufentscheidung zu stellen. Hintergrund: Für die wegfallenden Parkplätze war 1997 Fördergeld geflossen, das anteilig zurück gegeben werden muss, wenn es keinen Ersatz gibt.

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Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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