Dieses Mal keine Frühlingssonne

Bärenfest im Wildpark Knüll: Märchenhaft trotz Kälte

+
Am Lagerfeuer: Anna Hutter erzählte als Märchenfuchs verkleidet die Geschichte vom Zaunkönig, Hannah und Matthes Rüttgers (vorne) und Max Fröhlich hörten zu.

Allmuthshausen. Mit dem Bärenfest beginnt eigentlich die Frühjahrssaison im Wildpark Knüll. Davon war dieses Mal aber wenig zu spüren: Wo sonst die ersten Frühlingsblüher und Sonnenstrahlen die Menschen zum Fest in den Wildpark lockten, gab es wegen des anhaltenden Winters Lagerfeuer und Stockbrot.

Trotzdem kamen einige Besucher, auch wenn sie eher noch einmal die winterliche Atmosphäre beim Füttern des Damwilds genossen. Trotz der niedrigen Temperaturen hatten sich ein paar Familien aufgemacht, um das Angebot wahrzunehmen.

Kirsten und Caroline Lesch haben eine Dauerkarte für den Wildpark und freuen sich über jede Abwechslung. " Das Wetter macht uns nichts aus", sagten sie und hielten das Stockbrot in das Feuer.

Umweltpädagogin Sara Engelbrecht erzählte, dass man wegen des Wetters einfach umdisponiert habe und Lagerfeuer und warme Getränke anbot. Motto waren dieses Jahr die Märchen der Brüder Grimm. Anna Hutter hatte sich als Märchenfuchs verkleidet und erzählte, wie der Zaunkönig zu seinem Namen kam. Die Kinder hingen an ihren Lippen und hörten die Geschichten von Jorinde und Joringel und Allerleihrauh.

"Wir wollen die eher nicht so bekannten Grimmschen Märchen in den Vordergrund nehmen", sagte Hutter. Gudrun Seeck vom Förderverein erinnerte sich an das vergangene Jahr: Damals hatte sie sich einen Sonnenbrand geholt und konnte den Besucheransturm kaum bewältigen. Dieses Mal saß sie in Nähe des Kamins in der Ausstellung und freute sich über jeden Gast, der sich bei ihr mit Esspapier versorgte und hinauf in die Ausstellung über die Brüder Grimm ging.

Familie Frigge aus Niedenstein hatte sechs Kinder dabei. Die genossen den Tag auch im Winterwetter, fütterten die Tiere und stapften durch den Schnee an den Stationen vorbei. (zty)

Quelle: HNA

Kommentare