Erdarbeiten für die Biogasanlage haben begonnen

Die Altstadt in Sicht: Vor den Toren Wolfhagens haben die ersten Arbeiten für die geplante Biogasanlage begonnen. Foto:  Norbert Müller

Wolfhagen. Bagger, Walzen, Lkw - es bewegt sich einiges vor den Toren der Stadt Wolfhagen. Vor den Bauernhöfen im Bereich Regelweg/Schlippenteich haben die Arbeiten für den Bau der geplanten Biogasanlage begonnen.

„Erste Vorarbeiten seitens des Maschinenrings Kassel sind gestartet worden“, bestätigte gestern Reinhard Schulte-Ebbert, Geschäftsführer der Biogas Wolfhagen GmbH & Co. KG.

Auf einer Fläche von gut einem Hektar wird die Anlage entstehen. Eine bäuerliche Anlage wie Schulte-Ebbert sagte. 34 Landwirte haben sich als Teilhaber zu einer Betriebsgemeinschaft zusammengeschlossen, 25 der Bauern sind aus Wolfhagen und den umliegenden Stadtteilen. Außerdem gehören der Maschinenring und der Kreisbauernverband dazu, dessen Geschäftsführer Reinhard Schulte-Ebbert ist.

Rund zwei Millionen Euro wird die Anlage kosten. In den drei Gär-Behältern wird aus Gülle und Energiepflanzen Biogas erzeugt. Zu 60 Prozent werden die Becken mit Gülle und Mist befüllt, der Rest wird pflanzliches Substrat sein: Mais, Grünroggen, der dritte und vierte Schnitt von den Wiesen.

Mit dem Gas, das während des Gärprozesses entsteht, wird ein Blockheizkraftwerk befeuert mit einer Nennleistung von 500 kW. Der dabei erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Die bei der Verbrennung entstehende Wärme wäre für die Nahwärmeversorgung von nahe gelegenen Gebäuden geeignet, zum Beispiel die Wilhelm-Filchner-Schule, die sich knapp 600 Meter Luftlinie von der Biogasanlage befindet. Ein Großteil des Wärmebedarfs der Schule ließe sich damit decken. Laut Schulte-Ebbert habe der Landkreis als Schulträger entsprechendes Interesse bekundet.

Wenn alles wie geplant läuft, werde die Anlage noch in diesem Jahr fertig und Energie liefern. Laut Geschäftsführer Schulte-Ebbert werde dies im November, spätestens im Dezember der Fall sein.

Die Gärreste werden als hochwertiger Dünger, der wesentlich geruchsärmer als unbehandelte Gülle oder Mist sein soll, auf den Feldern ausgebracht.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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