Abbruch dauerte fünf Wochen

Bahn frei für neue Melsunger Klinik: Grundstück ist gerodet

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Bagger leistete ganz Arbeit: Abgerissen ist die alte Brauerei, um Platz zu schaffen für den Klinikneubau.

Melsungen. Zehn Tage nach einer Abriss-Fete in der alten Brauerei in Melsungen ist das hundert Jahre alte Gebäude platt.

Wie der mit dem Abbruch beauftragte Bauunternehmer Stefan Sippel aus Obermelsungen berichtete, fiel Anfang Februar der letzte Baum auf dem Grundstück, auf dem 2017 eine neue, hochmoderne Klinik eröffnet werden soll.

Die Vorarbeiten für den Abbruch begannen zwischen den Jahren, erklärte Stefan Sippel, Geschäftsführer der Sippel Bau GmbH. Bis alle Arbeiten abgeschlossen waren - sie reichten vom Fällen der Bäume bis zum Sortieren unterschiedlicher Material-Fraktionen - dauerte der Abbruch fünf Wochen.

Das Gebäude selbst wurde in einer Woche abgebrochen. Vorab galt es, das Haus zu entkernen und alles Material zu trennen, erklärte Sippel. Ob es das Holz alter Türzargen, alte Balken, Laminat, Teppiche, Rigipsplatten, Mineralwolle oder Kunststoffe war - sämtliche Einbauten in der alten Brauerei mussten sortiert werden. „Allein beim Holz gibt es fünf Klassifizierungen“, erklärte Sipppel.

Überdies werde das Material vor der Entsorgung auf Schadstoffe untersucht. Anschließend waren Ziegel, Beton und Mauerwerk dran, Material, das geschreddert im Straßenbau verwendet wird.

Die Abbruchgenehmigung hatte der Landkreis am 5. Januar erteilt. Drei Wochen später, am Montag, 26. Januar, begannen die Arbeiten, und nur vier Tage später fiel der letzte Teil der alten Brauerei, erklärte der 45-Jährige.

Ferner wurde das Grundstück gerodet. Dabei mussten auch die alten Bäume weichen. Um Nist- und Brutzeiten der Vögel nicht zu stören, mussten die Fällarbeiten zügig über die Bühne gebracht werden.

Parallel zu den Abbrucharbeiten wurden zwei hundert Meter lange Benjeshecken angelegt, eine beim Parkplatz gegenüber dem Krankenhaus, eine weitere gegenüber der Honsel-Tankstelle, erklärte Sippel. Außerdem wurde eine neue Straße geschaffen, weil die bislang über den Parkplatz führende Zufahrt zum Heizung- und Sanitärbetrieb von Reiner Skirde wegen der Rodungsarbeiten wegfiel. (zal)

Quelle: HNA

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