Dorferneuerung in Konnefeld: Kirchgässchen-Sanierung war Startschuss

Offiziell freigegeben: Das Kirchgässchen in Konnefeld wurde saniert. Am rot-weißen Flatterband stehen von links Parlamentschef Karl-Heinrich Schönewald, Ortsvorsteher Friedhelm Holl und Bürgermeister Herbert Wohlgemuth. Fotos: Feser

Konnefeld. Es war eine kleine Einweihung am Samstagnachmittag, aber schließlich handelte es sich auch nur um ein Gässchen, das Kirchgässchen in Konnefeld.

Dieser Verbindungsweg vom Unterdorf ins Oberdorf wurde saniert – es war das erste öffentliche Projekt der Dorferneuerung in dem 420-Einwohner-Dorf.

Trotz eisigem Wind wollten 20 Konnefelder und viele Ehrengäste dabei sein, wenn das rot-weiße-Flatterband durchschnitten und damit der 50 Meter lange Weg mit Treppenanlage offiziell freigegeben wurde. Auch wenn bei der Beleuchtung noch nicht alles glattläuft.

Sonnenlicht für die Lampen

„Als wir zum Weihnachtskonzert gegangen sind, brannten die Lampen“, berichtet Ortsvorsteher Friedhelm Holl, „und als wir nach Hause wollten, brannte keine mehr.“ Noch heute funktioniert die Technik nicht einwandfrei. „Und man kann auch darüber streiten, ob die Lampen schön sind oder nicht“, gibt Bürgermeister Herbert Wohlgemuth zu. Die Beleuchtung des gepflasterten Weges besteht aus zwei Solarleuchten, die wie riesige Streichhölzer aussehen, LED-Stehleuchten und Spots an den Treppenstufen.

Und wenn sie funktionieren, sorgt die moderne Technik dafür, dass niemand mehr stolpert oder sich im Dunkeln über die Treppenstufen tasten muss. „Der Weg lässt sich jetzt wunderbar laufen“, sagt Ortsvorsteher Holl, „und die Lampen leuchten ganz toll – wenn sie denn leuchten.“

„Die Lampen wussten nicht immer, wann es hell oder dunkel ist.“

Bürgermeister Herbert Wohlgemuth

Einen Monat lang war das Kirchgässchen Baustelle, jetzt müssen nur noch die Lampen nachjustiert werden. Die Sanierung hat insgesamt 51 000 Euro gekostet. Das Land Hessen hat das Projekt mit 33 000 Euro bezuschusst.

Mit DGH-Dach geht’s weiter

Als nächstes steht die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in der ehemaligen Schule auf dem Programm. Noch wartet Ortsvorsteher Holl auf die Baugenehmigung. Kommt sie bald, soll es im Mai losgehen mit der Sanierung des Daches. Die hat’s in sich, berichtet Bürgermeister Wohlgemuth, schließlich wurde das Gebäude 1845 errichtet. Innen geht’s dann weiter: Die Räume werden umstrukturiert und den Bedürfnissen der Konnefelder angepasst. Geplant sind ein großer Saal, ein Vereinszimmer und ein Café. Zudem soll der Haupteingang verlegt werden: vom früheren Schulgarten an die Südwest-Seite des Gebäudes. Der heutige Eingang soll nur noch als Zugang zum neuen Vereinszimmer und zur Anlieferung in der Küche genutzt werden. „Da liegt noch ein richtig gutes Stück Arbeit vor uns“, sagt Bürgermeister Wohlgemuth zum gesamten DGH-Projekt.

Im kommenden Jahr soll dann der Dorfplatz vor dem DGH attraktiver gestaltet werden. HINTERGRUND

Von Claudia Feser

Quelle: HNA

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