Guxhagen will Gehwege in Unterführung verbreitern und Park-and-ride-Anlage bauen

Bahngelände im Umbruch

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Nadelöhr: Die Gehwege in der Bahnunterführung – hier mit Manuela und Noah Holzhauer – sollen verbreitert werden. Zurzeit werden am Ort Gasleitungen verlegt, Bild oben. Foto: Grugel

Guxhagen. An der Bahnunterführung Guxhagen werden noch monatelang Warnbaken stehen. Zurzeit weisen sie den Verkehr in Schranken, damit größere Baufahrzeuge Gräben zum Verlegen einer Gasleitung ziehen können.

Nach Abschluss der Bauarbeiten werden dann Baken die Fahrbahn in der Unterführung verengen, um auf den schmalen Gehwegen Fußgängern das Leben zu erleichtern. Aus dem selben Grund werden die Fußwege dann vermutlich im Herbst verbreitert, teilte die Gemeindeverwaltung mit.

Die Verbreiterung der Gehwege erfolgt auch mit Blick auf eine geplante Park-and-ride-Anlage am Bahnhof. Dort sollen laut Verwaltung auf einer etwa 3800 Quadratmeter großen Fläche rund 40 neue Parkplätze entstehen - und die Unterführung bietet den Autofahrern zurzeit die einzige Verbindung zum Bahnsteig in Richtung Kassel. Das Gleis auf der Seite des Raiffeisengeländes führt über Melsungen weiter in Richtung Süden; eine direkte Querung der Gleise ist nicht möglich.

Den Kaufvertrag mit der DB Netz AG für das Parkplatzgelände will die Verwaltung dem Parlament nach eigenen Angaben möglichst zur ersten Sitzung nach der Sommerpause vorlegen. Es soll nach dem Stand der Dinge 30 000 Euro kosten, ist aber belastet: Bodenproben haben laut Bürgermeister Edgar Slawik ergeben, dass im Erdreich des Geländes unvollständige Verbrennungsrückstände lagern.

Schadstoffe

Grund dafür: Jahrzehntelang befuhren beziehungsweise standen dort auf Gleisen mit Kohlen und Diesel betriebene Loks. Inwieweit nun der Boden vor einer Versiegelung von Schadstoffen befreit werden muss und wer dafür zahlt, muss nach Verwaltungsangaben noch geklärt werden. Mit einem Beginn der Bauarbeiten an der Park-and-ride-Anlage rechnete Slawik am Dienstag nicht vor dem Frühjahr 2015. (lgr)

Quelle: HNA

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