Bahnhof Treysa: Zähneknirschend ja zum barrierefreien Ausbau

Schwalmstadt. Treysa erhält einen alten- und behindertengerechten Bahnhof, aber keineswegs gratis. 700.000 Euro oder mehr - je nach Kostensteigerungsrate - muss die Schwalmmetropole zuschießen.

Mit Bauchschmerzen, so Sprecher mehrerer Fraktionen, sagte das Stadtparlament am Donnerstagabend einstimmig ja. Es war eine angespannt erwartete Entscheidung, da eine Verzögerung durch Skeptiker hätte bedeuten können, dass die Bahn das Vorhaben in Treysa, dem Standort des Hessischen Diakoniezentrums Hephata, ganz aufgibt.

Die Grundsatzentscheidung der Stadtverordneten war schon jetzt gefordert, da die Bahn als Bauherrin eine Planungsvereinbarung fordert. Sie will zwar erst 2014 mit den Arbeiten beginnen, doch ist die Stadt bereits bei den planerischen Vorbereitungen im Boot und muss zahlen. Anteilige Planungskosten entnimmt Schwalmstadt im Vorgriff aus dem Nachtragshaushalt.

Fertig werden wird der Ausbau dann erst 2017 - in sechs Jahren. Solange müssen viele Menschen an dem IC-Halt zunächst in die entgegengesetzte Fahrtrichtung reisen, um am nächsten barrierefrei ausgebauten Bahnhof umzusteigen. (aqu)

Quelle: HNA

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