Bahnhofsfest zum 25-jährigen Bestehen in Naumburg

Investiert viel Zeit: Peter Schwarze verbringt mindestens 15 bis 20 Stunden wöchentlich mit den Modelleisenbahnen. Fotos: Hofmann

Naumburg. Dampf und Diesel kommen am alten Naumburger Bahnhof zwar nur noch selten zum Einsatz, doch steckt er aber noch immer voller Leben. Dafür sorgt seit einem Vierteljahrhundert der Museumsverein, dessen Mitglieder sich mit viel Herz ihrem Hobby Eisenbahn verschrieben haben. Am Sonntag genau vor 25 Jahren wurde der Verein gegründet. Grund genug, das jährliche Bahnhofsfest auf den Jubeltag zu legen.

Zahlreiche Besucher tummelten sich im und rund um das 1904 von der Kleinbahn Kassel-Naumburg erbaute Backsteingebäude, das die Mitglieder des Vereins in liebevoller Kleinarbeit zu einem Paradies für Eisenbahnromantiker verwandelt haben.

Im 1995 eröffneten Museum scheint die Zeit still zu stehen, wenn die Modelleisenbahnen auf dem einstigen Güterschuppen ihre Runden drehen, in der gemütlichen Sitzecke aus einem Personenzug der 20er Jahre gemütlich Kaffee getrunken wird oder beim Spaziergang durch die Räume des Eisenbahnmuseums Erinnerungen wach werden.

Viele alte Exponate

Dort erhielten die Besucher auch am Sonntag Einblick in in die Arbeit der früheren Eisenbahner. Exponate von Signalstationen über Hinweisschilder und Uniformen bis hin zu alten Einrichtungsgegenständen aus den ehemals entlang der Bahnstrecke gelegenen Bahnhofsgebäuden, Werkstätten und Schuppen sowie ein Abstecher in den benachbarten Lokschuppen machten die Zeitreise perfekt.

Den nutzt seit Juli 1994 der Verein Hessencourrier, um die alten Dampflokomotiven und die Personenwagen des beliebten Museumszuges fit zu machen und instand zu halten. Da war die Freude groß, als der Zug auf seiner Fahrt vom Heimatbahnhof in Kassel-Wilhelmshöhe auch Station beim Bahnhofsfest in Naumburg machte.

Ein wenig tiefer eintauchen in die Geschichte der Kleinbahn Kassel-Naumburg konnten die Vereinsmitglieder selbst schon einen Tag zuvor.

Gemeinsam schauten sie sich historische Super-8-Aufnahmen von Eduard Dux an, die ihnen Werner Gerhold aus Altenstädt frisch digitalisiert und aufgearbeitet als DVD zum Jubiläum geschenkt hat.

„Eine große Überraschung“, freut sich Vereinsvorsitzender Herbert Hilliger. (zhf)

Quelle: HNA

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