Wahl der Spielgeräte verschoben

Entscheidung für Beleuchtungssystem in der Bahnhofstraße gefallen

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Platz am Esel in Treysa: An der bekannten Märchenfigur von Lutz Lesch sollen im Zuge der Sanierung der Bahnhofstraße Spielgeräte aufgestellt werden.

Schwalmstadt. Komplizierter als zunächst erwartet fielen die Beratungen darüber aus, wie die Beleuchtung und die Wahl von Spielgeräten für die Bahnhofstraße ausfallen sollten.

Verschoben und mit den Anliegern besprochen, fiel aber jetzt die Entscheidung über den Punkt des Beleuchtungssystems im Stadtparlament einstimmig.

Noch nicht beschlossen wurde, welche Geräte auf der Einkaufsmeile zum Zeitvertreib einladen sollen. Feststeht bislang, dass das Budget für Spielgeräte auf jeden Fall 25 000 Euro betragen soll, abhängig von den Haushaltsberatungen könnten nächstes Jahr noch einmal 15 000 Euro hinzukommen.

Diskutiert wurde bisher über diese Geräte: Tanzglockenspiel, Wassersäule/-strudel, Memory, Spiralscheibe, Pfeifenwippe, Mühlentisch mit vier Hockern, Vier-Gewinnt und ein Murmeltisch.

Vertreter des Jugendparlaments hatten sich für ein Tanzglockenspiel sowie Vier-Gewinnt ausgesprochen. Der Ortsbeirat ist sich beim Platz sicher, es sollte der am Esel sein. Eine Reihe vorgeschlagener Spiele lehnt da Gremium ab - das Tanzglockenspiel, den Wasserstrudel und die Pfeifenwippe. Laut Beschluss des Parlaments hat nun der Magistrat einen Vorschlag auszuarbeiten, zusammen mit dem Jugendausschuss, dem Jugendparlament und der Jugendpflege. Entscheiden wird später der Ausschuss.

Dass das Gesamtbudget von ursprünglich 43 000 Euro auf 25 000 Euro abgeschmolzen werden könnte, kritisiert Grünen-Fraktionschef Dr. Jochen Riege. In der „Stadt in den Zeiten des Onlinehandels“ könnten Spielgeräte Impulse geben, würden Einkäufe eher nebenbei erledigt. Partnerspiele für Jung und Alt sollten aufgestellt werden. Keine Mehrheit fand sein Antrag, sich auf die Budgetaufstockung festzulegen.

Die Vandalismusanfälligkeit sollte besonders geprüft werden, forderte Thorsten Wechsel (CDU), überdies herrsche unter Anliegern die Sorge vor zusätzlichem Lärm. Wechsel: „Die Bahnhofstraße ist keine Spiel-, sondern eine Einkaufsstraße.“

Die Wahl der Beleuchtung unterstrich Michael Schneider (SPD), diese sei über das Normalmaß hinaus attraktiv.

Kosten wird sie brutto 85.000 Euro, die Anlieger hatten sich für sie ausgesprochen. Es handelt sich um ein querhängendes System von Bergmeister-Leuchten. Ob sie durch eine optionale Weihnachtsbeleuchtung ergänzt wird, steht noch nicht fest.

In der engeren Wahl waren Beleuchtungssysteme mit gewöhnlichen Masten für rund 45.000 Euro, ein neuartiges Produkt namens Free Street mit Masten und Halteseilen (bis zu 140.000 Euro) sowie ein querhängendes System mit vielen Wandbefestigungen (110.000 Euro).

32 Wandbesfestigungen werden allerdings auch für das System gebraucht, das den Zuschlag erhielt.

Die Projekte sollen im Kommunalen Investitionsprogramm gefördert werden.

Quelle: HNA

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