Verfahren wegen des Verdachts der Untreue

Bald Entscheidung über Fall Wagner

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Martin Wagner

Homberg. Beim Oberlandesgericht in Frankfurt rechnet man Anfang Juli mit einer Entscheidung im Fall Martin Wagner. Nachdem das Landgericht Kassel entschieden hatte, das Verfahren wegen des Verdachts der Untreue gegen den Homberger Bürgermeister nicht zuzulassen, hatte die Staatsanwaltschaft Kassel Beschwerde dagegen eingelegt.

Grund dafür: Man sei der Auffassung, dass eine Vermögensgefährdung vorliege, so Dr. Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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Der Vorwurf laute, Wagner habe Geld aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ zweckwidrig eingesetzt, um einen Mitarbeiter des Stadtentwicklungsvereins zu beschäftigen. Dabei soll der Mitarbeiter nur zu 30 bis 35 Prozent Tätigkeiten für den Stadtentwicklungsverein wahrgenommen haben und im übrigen im Bereich Stadtmarketing sowie als persönlicher Referent des Bürgermeisters eingesetzt worden sein (wir berichteten). „Wir sind der Auffassung, dass somit Fördergeld zum Teil nicht entsprechend verwendet wurde“, erklärte Wied bereits im Oktober. Der Stadt Homberg sei ein finanzieller Schaden von etwa 40.000 Euro entstanden.

Die Entscheidung, ob es zu einem Verfahren kommt, wird das Oberlandesgericht in Frankfurt treffen. Sprecherin Daniela Jösten sagte, dass mit der Entscheidung Anfang Juli zu rechnen sei. (may)

Quelle: HNA

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