Glasfaserkabel bis Loshausen

Willingshäuser Ortsteil Zella bekommt schnelleres Internet

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Alles im Fluss: Wie die Schwalm wird auch künftig das Internet zwischen Zella und Loshausenfließen. Zella bekommt eine schnellere Datenübertragung , dafür sorgt ein Glasfaserkabel, das zwischen Ziegenhain und Loshausen verlegt werden soll. Fo

Zella. Zella bekommt schnelleres Internet. Die Gemeinde Willingshausen, die Telekom und die Untere Naturschutzbehörde scheinen eine einvernehmlich Lösung gefunden zu haben. Von Ziegenhain bis Loshausen soll noch in diesem Jahr ein Glasfaserkabel verlegt werden.

Davon würde auch Zella mit einer mindestens zehnfach schnelleren Internetverbindung profitieren. Das bestätigte Ortsvorsteher Stefan Völker im Gespräch mit der HNA.

Wegen genehmigungsrechtlicher Probleme, insbesondere mit Blick auf den Naturschutz, sei die Telekom von ihren ursprünglichen Planungen nun abgerückt, erklärte Willingshausens Bürgermeister Heinrich Vesper.

Bereits 2011 hatte Willingshausen auf Wunsch der Zellaer mit der Telekom einen Vertrag abgeschlossen. Darin hatte sich der Anbieter zunächst verpflichtet, das Glasfaserkabel als Freilandleitung entlang des Bahnradweges zu verlegen. Passiert war danach allerdings nicht viel. Dabei drängte die Zeit, denn bereits nächsten Monat wäre die vertraglich vereinbarte Frist abgelaufen. Die hat die Gemeinde nun bis September verlängert.

Stefan Völker

Die aktuellen Planungen sehen vor, das Glasfaserkabel vom Schafhof in Ziegenhain teilweise entlang der alten Bahntrasse bis zu einem Verteilerkasten in Loshausen in der Kasseler Straße/Zur Schwarzen Brücke zu verlegen.

Von dort aus werden die Daten über bereits vorhandene Telefonleitungen bis Zella transportiert - und das mit einer wesentlich schnelleren Geschwindigkeit: „Für Zella ein dickes Brett“, sagt Ortsvorsteher Völker. Aber auch die Loshäuser können sich freuen, die bisher noch als unterversorgt galten: Von dieser Lösung profitieren auch Einwohner im Loshäuser Nonnenfeld, die sich bisher mit einer langsameren Datenübertragung begnügen mussten.

Laut Vesper hat die Telekom das Genehmigungsverfahren bereits angestoßen. Die Gemeinde habe diese Lösung in einer Stellungnahme befürwortet. Weil die Einnahmen der Telekom zur Deckung der Kosten nicht ausreichen werden, muss die Gemeinde 51.000 Euro zuschießen.

Insgesamt zeigt sich Vesper zufrieden: Er geht davon aus, dass damit zunächst für alle Willingshäuser eine ausreichend gute Grundversorgung sichergestellt sei. Das unterschreibt auch Ortsvorsteher Völker: Insgesamt hoffe man allerdings auf die große Lösung - nämlich auf den kompletten Ausbau des nordhessischen Glaserfasernetzes.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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