Jugendliche bereiten sich in Dagobertshausen auf ein Jahr im Ausland vor

Jugendliche bereiten sich auf soziales Jahr im Ausland vor

Zwischenstation Dagobertshausen: von links die 20-jährige Natalia Kancelova und der 19-jährige Lucas Benjamin Filzen vor dem Jugendheim in Dagobertshausen, die demnächst in Weißrussland beziehungsweise Moldawien arbeiten wollen. Fotos: Grenzebach

Dagobertshausen. 16 Jugendliche aus ganz Deutschland arbeiten im evangelischen Jugendheim Dagobertshause mit Christiane Hofnagel und Anne Köppelmann von den Bonner Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (Ijgd).

Die beiden Referentinnen bereiten die Jugendlichen auf ein soziales Jahr in osteuropäischen Ländern vor.

Die meisten Teilnehmer haben gerade das Abitur gemacht und wollen einen freiwilligen Dienst in einer sozialen Einrichtung absolvieren, berichtet Christiane Hofnagel. „Wir bereiten sie in einem Seminar darauf vor“, sagt die Referentin. Dabei gehe es sowohl um praktische Dinge wie das Beschaffen eines Visums als auch um grundsätzliches Wissen etwa rund um die Entwicklungspolitik.

Ehemalige berichten

Zum Seminarprogramm gehören auch Berichte von Ehemaligen, ein Besuch bei der Hephata Diakonie in Schwalmstadt und eine Fahrt zur documenta 13 nach Kassel. Die Teilnehmer kommen aus Wien, Augsburg, Bremen, Dresden, Chemnitz, Franfurt und Köln.

Mit einem Frühstück startet das Tagesprogramm: Jugendliche aus ganz Deutschland bereiten sich in Dagobertshausen auf ein soziales Jahr im Ausland vor.

Auf Dagobertshausen als Seminarort kam der Ijgd bei seiner bundesweiten Suche nach Einrichtungen, die über eine Küche für Selbstverpfleger verfügen, berichtet Anne Köppelmann. Das Freizeitheim der evangelischen Kirche ist ein Selbstversorgerhaus mit 26 Betten.

Dort absolviert auch der 19-jährige Lucas Benjamin Filzen aus Kirchweyhe bei Bremen derzeit das Seminar der Ijgd. Sein Ziel: „Ab 1. September gehe ich für ein Jahr nach Moldawien. Dort werde ich in einem Kinderbehindertenwohnheim arbeiten. Ich will einfach neue Erfahrungen sammeln.“ Auch Natalia Kancelova, die in Braunschweig ihr Abitur gemacht hat und in Wien ein Studium aufgenommen hat, ist dabei: „Ich lerne im Studium auch Russisch. Und das will ich in diesem einen Auslandsjahr in Weißrussland in einem Kinderbehindertenheim vertiefen“, sagt die 20-Jährige.

Von Christina Grenzebach

Quelle: HNA

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