Bald gibt’s Krach in der Idylle

Macher von „Rock am Stück“ freuen sich auf Metal-Sängerin Doro Pesch

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Doros Bühne ist schon fast fertig: Wolfram Steil, Torsten Schmidt und Michael Döring (von links) haben mit „Rock am Stück“ auch weiterhin Großes vor.

Geismar. Friedlich liegt das Tal zwischen Geismar und Züschen da. Vögel sind zu hören, Mücken summen. Doch am Samstag wird es mit der Ruhe vorbei sein, dann werden schwere Gitarrenriffs durch das Tal hallen.

Die Macher des Festivals „Rock am Stück“ sind mit den Vorbereitungen beschäftigt. Die 200-Quadratmeter-Bühne ist zum Teil schon aufgebaut, 35 Toiletten-Kabinen plus solche für Behinderte und acht Urinale sind angeliefert worden. Die Zäune, die das Gelände begrenzen, stehen auch schon.

In diesem Jahr wird das Festival einen großen Sprung nach vorne machen, mit Doro wurde erstmals einer der ganz großen Namen der Metal-Szene verpflichtet. Das ist mit höheren Kosten verbunden.

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Und schon jetzt steht für die Festival-Macher fest, dass sich das Risiko gelohnt hat. Mehr als 1200 Karten seien schon im Vorverkauf weggegangen, sagt Michael Döring. Mit der Abendkasse und dem weiteren Vorverkauf würden es sicher noch 400 bis 500 mehr. „Es wird keine Pleite“, sagt Döring.

Das Gelände sei für 2000 Rockfans ausgelegt, erläutert Döring. Festgelegt wurde auch, wie viele Sicherheitsleute dabei sein müssen. Das funktioniere nach der Formel: pro 100 Besucher eine Security-Mann; bei 1500 Gästen wären das also 15.

Auch die Polizei sei über die Veranstaltung informiert worden. Mit Problemen rechne sie nicht. Döring auch nicht, denn bei den bisherigen Festivals habe es nie nennenswerte Vorfälle gegeben.

Mit Doro stößt „Rock am Stück“ in neue Dimensionen vor. Die Bühne wird größer, der Backstage-Bereich ausgefeilter, die Musiker benötigen eine überdachte Garderobe - in Geismar sind es zwei Bauwagen.

Doch von Allüren, wie sie bei anderen Stars kolportiert werden, könne bei Doro keine Rede sein. „Die sind wirklich auf dem Boden geblieben“, sagt Döring. Die Macher überlegen bereits jetzt fieberhaft, wie sie es schaffen können, im nächsten Jahr wieder einen großen Namen in die nordhessische Provinz zu holen.

Große Pläne für 2015 

„Wir sind bestrebt, ein gewisses Niveau zu bieten“, sagt Torsten Schmidt. Es spreche sie bei den Künstlern rum, wenn in Geismar ein solides Festival organisiert werde. Dazu gehöre auch das Catering, um das sich die „Fliegenden Köche“ von Christoph Brand kümmern. Die Macher haben eine Liste mit zehn Namen von Bands, die sie für 2015 ansprechen wollen - welche, verraten sie noch nicht.

Doch bevor es darum geht, wird das idyllische Tal bei Geismar zum Metal-Tal, Feuerwerk inklusive.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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