Big Band der Bundeswehr spielte in Röhrenfurth

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Swing und Pop in Uniform: Die Big Band der Bundeswehr spielte in der Röhrenfurther Vierbuchenhalle ohne Gage zugunsten der Aktion für behinderte Menschen im Schwalm-Eder-Kreis. Gegründet wurde die Big Band 1971 auf Initiative des damaligen Bundesverteidigungsministers und späteren Bundeskanzlers Helmut Schmidt. 

Unterhaltungsmusik der Spitzenklasse und ein begeistertes Publikum: Eine tolle Stimmung herrschte am Montagabend beim Wohltätigkeitskonzert in der Röhrenfurther Vierbuchenhalle.

Röhrenfurth. Mit 750 Besuchern war die Röhrenfurther Halle ausverkauft. Die Kreissparkasse Schwalm-Eder unterstützte das Konzert unter der Schirmherrschaft von Landrat Frank-Martin Neupärtl und überreichte 10.000 Euro für behinderte Menschen.

Der Musikfunke war schnell übergesprungen. Bei fast allen Stücken spürte man die Begeisterung. Die Zuhörer klatschten nicht nur mit, sie jubelten, pfiffen und schwenkten die Arme. Die 26 Profi-Musiker aus Euskirchen zählen sich zu einem der besten Show-Orchestern Europas und musizieren unter dem Motto „Wir l(i)eben die Musik“.

„Wir kommen gern wieder, wenn uns das Publikum gefällt.“

Und wie. Swing, aktuelle Hits, Evergreens, Licht- und Pyroeffekte - bei dem Zwei-Stunden-Konzert gab es zahlreiche Höhepunkte. Das Orchester hat hervorragende Solisten, besticht aber auch mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung. Swing-Klassiker der deutschen Unterhaltungsmusik, Melodien von Bert Kaempfert oder der Soul, Bossa Nova mit Solist Ralf Winter, das alles kam ebenso gut an wie die Filmmusik aus dem Zeichentrickfilm Wickie und die starken Männer. Und natürlich durften Stücke von Glenn Miller nicht fehlten. Den Schlusspunkt setzten ein Rock-Medley mit deutschen Kult-Rock-Hits.

Bundeswehr-Big-Band spiele in Röhrenfurth

Fotos: Big Band der Bundeswehr spielte in Röhrenfurth

Die Zugabe-Rufe nahmen nach dem Feuerwerk kein Ende. „Wir kommen gern wieder, wenn uns das Publikum gefällt“, sagte Oberstleutnant Weiper. „Sie haben uns gut gefallen”. Weiper grüßte Gäste des Heeresmusikkorps 2 aus Kassel mit Oberstleutnant Reinhard Kiauka an der Spitze.

Kiauka: „Es war ein super Konzert, es hat richtig Spaß gemacht.“ Der Kapellmeister wird Anfang Juni in Berlin Chef des Stabsmusikkorps der Bundeswehr und Nachfolger von Walter Ratzek, der während seiner Kasseler Cheftätigkeit in Melsungen gelebt hatte.

Das 1956 gegründete Musikkorps hat mehr als vier Millionen Euro für behinderte Menschen in Nordhessen eingespielt, die Big Band bundesweit über 16 Millionen Euro für wohltätige Zwecke.

Von Manfred Schaake.

Quelle: HNA

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