Banken rüsten sich gegen Online-Ganoven

Schwalm-Eder. Mit neuer Technik wollen die Banken im Schwalm-Eder-Kreis Transaktionen am Computer sicherer machen. Erst vor einigen Wochen hatte ein Spangenberger 19.000 Euro Verlust gemacht, weil Datendiebe das Konto per Internet geplündert hatten.

Smart-TAN plus heißt ein neues Verfahren, das die VR-Bank Schwalm-Eder und die Raiffeisenbank Borken anbieten. Bisher haben Online-Kunden eine Liste mit TAN-Nummern, die sie nach und nach benutzen. Damit ist es bis Jahresende vorbei, sagt Dieter Rembde, Vorstand der VR-Bank.

Bei dem neuen Verfahren wird die Transaktionsnummer (TAN), die für jeden Buchungsvorgang benötigt wird, von einem eigenen Gerät jeweils neu produziert. Zuvor muss das Gerät an den Computerbildschirm gehalten werden. Die TAN ist nur wenige Minuten lang gültig.

Der Sicherheitsvorteil sind die voneinander unabhängigen Geräte TAN-Generator und Computer, die der Bankkunde beide nutzen muss. In der Regel kostet der Generator die Kunden einmalig zehn Euro. Die Raiffeisenbank bietet noch andere Verfahren an, etwa die TAN per Handy auf das Mobiltelefon zu senden.

Bei der Kreissparkasse Schwalm-Eder (KSK) kommen beide Systeme zum Einsatz, je nach Kundenwunsch. „Die TAN-Listen sind zwar ein sicheres Verfahren gewesen“, sagt Marcus Breitschwerdt, Unternehmenssprecher, „wir wollen unseren Kunden aber die größtmögliche Sicherheit bieten.“

Die Angriffe der Internet-Verbrecher würden immer perfider. Daher gebe es für die 18.000 Online-Kunden der KSK weitere Sicherheitsvorkehungen:

• Tageshöchstgrenzen für ausgehende Zahlungen,

• Zahlungsverkehr ins nichteuropäische Ausland muss genehmigt werden, Zugriffe von außen sollen so verhindert werden.

Quelle: HNA

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