Am Hohen Dörnberg warten verwunschene Orte und fantastische Ausblicke

Im Bann des Zauberbergs

Im Reich der Kühe: Wer wie Torsten Fiege und Felica auf dem H 2 wandert, kann auf friedliche Rindviecher treffen. Fotos: Ricken

Zierenberg. Kühe können lesen. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Rindviecher den Verlauf der Extratour auf dem Dörnberg kennen? Auf manchen Streckenabschnitten sind hunderte von Hufabdrücken zu erkennen. Tierische Begegnungen gehören auf dem H 2 dazu, zumindest während der Weidesaison. Da trifft man die Jung-Rinder überall an. Aber keine Angst, sie sind nicht gefährlich. Ebensowenig wie die Naturgeister, die überall auf dem Zauberberg hausen sollen.

Weil sich Extratour Zierenberg und der eigentliche Habichtswaldsteig auf dem Dörnberg immer wieder kreuzen, kann dies etwas für Verwirrung sorgen. Wer eine ausgiebige Tour plant und einen Rundweg gehen möchte, muss ohnehin den H 2 mit dem Steig kombinieren.

Wer den H 2 komplett erwandern will, startet am besten von der Infohütte am ersten Parkplatz. Von hier geht es zunächst zurück über die Straße nach Calden Richtung Schreckenberg. Unterwegs gibt es viele informative Tafeln zu den verschiedenen Baumarten. Vom 460 Meter hohen Schreckenberg wartet ein faszinierender Rundumblick auf das Warmetal, den Großen Bärenberg, den Burghasunger Berg und den Essigbergturm auf dem Hohen Gras. Über die Blauen Steine, ein Basaltgeröllfeld, führt der Weg irgendwann auf den Jägerpfad. Im Heilerbachtal wächst der erste Wacholder. Die Büsche begleiten den Wanderer bis zur Wichtelkirche, ebenso der Kalkmagerrasen, wo im Frühling wieder seltene Orchideenarten blühen werden. Umbedingt sollte man auf die Wichtelkirche steigen, die einst der Wichtelkönig für ein schönes Menschen-Mädchen gebaut haben soll. Im morgendlichen Frühnebel wirkt die Landschaft wie verzaubert. Aber Vorsicht, Auf und Abstieg sind rutschig.

Metropole der Eisenzeit

Von hier führt der H 2 nach einem Abstecher in Friedrichstein hinauf zur Immelburg, auf der eine Metropole der Eisenzeit existiert hat. Auch die bizarren, basaltischen Steingebilde der Helfensteine, die unseren Zielpunkt der Route markieren, waren Natur-Heiligtümer unserer Vorfahren und sind heute noch für viele Menschen ein Kraftort.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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