Bauantrag liegt der Gemeinde vor: Supermarkt-Investor in den Startlöchern

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Marcus Drüke (APP), Bürgermeister Mario Gerhold und Dirk Schomburg (APP) schauen sich den Bauplan und das Baugrundstück an der B 83 neben dem Bauhof in Körle an, auf dem der neue Netto-Markt mit 850 Quadratmetern Verkaufsfläche und 70 Parkplätzen entstehen soll.

Körle. Ein Investor ist gefunden, der Bauplan ist eingereicht – wenn alles klappt wie geplant, soll noch Ende diesen Jahres der Discounter Netto auf dem ehemaligen Grundstück des Holzwerkes Schwab neben dem Bauhof in Körle eine Filiale eröffnen.

„Das ist ein Termin, auf den wir lange gewartet haben“, sagte Bürgermeister Mario Gerhold diese Woche bei einem Treffen mit den Investoren. Denn die Einzelhandelsbranche sei bisher eines der Sorgenkinder der Gemeinde gewesen. Als im Jahr 2001 der Rewe-Markt im Ort als einziger Lebensmittelhändler vorübergehend geschlossen wurde, habe das die Gemeinde bis ins Mark erschüttert, erklärte der Bürgermeister.

Denn als die Einwohner Körles seinerzeit ihre Lebensmittel außerhalb einkaufen mussten, verloren die restlichen Geschäfte im Ort Kunden und verzeichneten Umsatzeinbußen. Der Netto-Markt sei die ideale Ergänzung zum Angebot im Ort, mit der man den Kaufkraftabfluss rückgängig machen wolle. Mit der Niederlassung der Filiale des Discounters gewinne die Fuldagemeinde an Sicherheit in der Versorgung, was auch wichtig für die Infrastruktur sei.

Der geplante Netto-Markt sei ein Vollversorger und damit ein Glücksfall für einen kleinen Ort wie Körle mit nur 3000 Einwohnern, erläuterte Marcus Drüke von der Investorenfirma APP Projektentwicklung Gewerbeimmobilien GmbH & Co KG aus Bad Hersfeld das Konzept. Anders als in anderen großen Discountern gäbe es im Netto-Sortiment neben der Hausmarke unter anderem auch Markenartikel und Getränke in Mehrwegflaschen.

Nach der Eröffnung sollen künftig voraussichtlich von Montag bis Samstag jeweils von 7 bis 22 Uhr insgesamt rund 3500 Artikel auf 850 Quadratmetern Verkaufsfläche angeboten werden. Dazu kommt noch ein abgeteilter Bereich für einen Bäcker mit einem kleinen Stehtisch- Cafe. Außerdem sollen den künftigen Kunden auf dem Gelände an der Nürnberger Straße 70 Parkplätze zur Verfügung stehen.

Quelle: HNA

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