Bauarbeiten für ersten Waldkindergarten in Homberg haben begonnen

So soll das Gebäude aussehen: Der Waldkindergarten im Dithmarschen Garten in Hombergs Innenstadt bekommt ein Basislager. Die Bauarbeiten dafür haben Anfang der Woche begonnen. Grafik: Gerlach

Homberg. Ein Waldkindergarten mitten in der Stadt: Was widersprüchlich klingt, ist es nicht. Zumindest nicht in Homberg.

Der neue Waldkindergarten, für den Anfang der Woche die Bauarbeiten auf dem Gelände des Dithmarschen Gartens in der Innenstadt begonnen haben, liegt direkt am Fuße des Burgbergs.

„Es ist eine einzigartige Lage“, sagt Architekt Christian Gerlach. Es sei toll, dass man auf einem solchen Gelände einen Waldkindergarten ermöglicht. Die Innenstadt sei ganz nah und doch müssten die Kinder und ihre Erzieherinnen nur zur Tür hinaustreten, um mitten in Hombergs grüner Lunge zu sein.

Dort sollen sie sich auch fast immer aufhalten und das Gebäude nur als eine Art Schutz bei besonders schlechtem Wetter nutzen. „Die Kinder werden fast den ganzen Tag draußen sein“, sagt Nils Arndt, technischer Leiter des Bauamtes.

Zudem könnten die Jungen und Mädchen - anders, als in vielen anderen Waldkindergärten - bis 16 Uhr betreut werden.

Das Gebäude, das Gerlach Basislager nennt, soll bis Anfang August fertig sein. Mit einem Bauwagen, den man sich beim Gedanken an einen Waldkindergarten maximal als Aufenthaltsort vorstellt, hat das allerdings nicht viel zu tun.

55 Quadratmeter wird die Basisstation des Waldkindergartens groß sein und 110 00 Euro kosten. Durch eine Förderung von etwa 90 Prozent aus dem Kommunalinvestitionsprogramm trage die Stadt noch etwa 11 000 Euro der Kosten.

„Der Bau gliedert sich in drei Teile“, sagt Gerlach. Sanitär- und Wickelbereich, Windfang für Schuhe und Jacken und ein Aufenthalts- beziehungsweise Schlafbereich mit integrierter, kleiner Küche. Es werde auch einen Stromanschluss geben. Ein- und Ausgang sollen in Richtung des Burgbergs sein.

Am Fundament für das Gebäude wird schon gearbeitet. Als nächstes werde die Holzbaukonstruktion geliefert. Die Fertigteile müssten mit einem großen Kran auf das eher schwer zugängliche Gelände transportiert werden. Doch trotz der Lage sei das Projekt keine große Herausforderung, sagt der Architekt.

Für bis zu 20 Kinder sei der Waldkindergarten vorgesehen, so Arndt. „18 Anmeldungen liegen vor“, sagt Nicole Eichler von der Stadt. Ende August sollen dann die ersten Jungen und Mädchen im Waldkindergarten betreut werden.

An den Waldkindergarten und seine Außenanlage könnte auch der neue Kindergarten gekoppelt werden, der in der Scheune Landesfeind - ebenfalls in der Innenstadt - entstehen wird.

Quelle: HNA

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