Die Bauarbeiten am Leuchtturm der Marinkameradschaft sind beendet

Bauarbeiten am Leuchtturm der Marinkameradschaft sind beendet

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Der Singliser Leuchtturm steht: Richard Koch von der Marinekameradschaft Borken freut sich, dass das Dach montiert wird. Es fehlt nur noch die Beleuchtung.

Singlis. Zum guten Schluss kam der Deckel drauf, und jetzt ist der Leuchtturm der Marinekameradschaft Borken am Singliser See so gut wie einsatzbereit.

Am Wochenende wurde der Fensteraufsatz auf die Betonröhre gestellt und die Scheiben wurden eingesetzt. Schließlich wurde das Dach aufgesetzt, dessen Form an einen übergroßen Kochtopfdeckel erinnert.

Am Donnerstag soll der Leuchtturm seine ersten Strahlen über das Wasser schicken. Doch bis dahin haben die Mitglieder der Kameradschaft um den Vorsitzenden Richard Koch noch viel zu tun. Vor allem die Beleuchtung muss noch installiert werden. Die Sommertour der Hessenschau soll dann genutzt werden, um den Leuchtturm in Betrieb zu nehmen.

Grundsätzlich soll der Leuchtturm nur in Betrieb gehen, wenn im Küstenwachboot 18, dem Vereinsheim der Marinekameraden, Veranstaltungen sind. Auch die Modellbootregatta am kommenden Wochenende wird solch ein Anlass sein.

„Wir wollen keinem Schiff den Weg weisen, sondern eher den Gästen den Heimweg ausleuchten“, sagte Koch mit einem verschmitzten Lächeln. Mit dem Turm solle das maritime Flair des Sees gesteigert und eine neue Attraktion geschaffen werden, erklärte der Vorsitzende.

Entstanden war die Idee zum Leuchtturm aus einer Bierlaune heraus. Beim Treffen der Raiffeisenbanker zum Jahresende wurde sie geboren. „Warum ist es denn so dunkel hier? Habt Ihr keinen Leuchtturm?“, soll einer der Banker gesagt haben. Das muss nun nicht mehr passieren, denn jetzt steht der Turm. Für die Materialkosten, die auf 500 Euro geschätzt werden, steuerte die Bank aus Gewinnsparerlösen bei. Die Arbeit übernahmen die Marinekameraden in Eigenleistung. Für die Planung war Kirsten Keller vom Büro Wiederhold aus Großenenglis zuständig. Eine Herausforderung, denn im Binnenland müssen nur selten Leuchttürme entworfen werden.

Der fast fünf Meter hohe Turm mit der Plattform in 2,50 Meter Höhe ist ein reines Dekorationselement. Besucher können ihn nicht besteigen. Nur der Elektriker darf hoch und derjenige, der die Scheiben putzen muss. Schließlich soll das Leuchtfeuer vom Singliser See gut zu sehen sein. (zzp/ode)

Quelle: HNA

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