Modernisierungsprogramm: 258 Millionen Euro für 93 Stationen in Hessen

Bauen am Bahnhof Malsfeld

In desolatem Zustand: Der Malsfelder Bahnhof, der in den nächsten Jahren modernisiert werden soll. Archivfoto: lgr

Malsfeld. Der Bahnhof in Malsfeld ist einer von 93 hessischen Bahnstationen, die in den kommenden acht Jahren modernisiert werden sollen.

Am Dienstag hat Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) in Limburg eine entsprechende Rahmenvereinbarung über das insgesamt 258 Millionen Euro teure Modernisierungsprogramm mit der Deutschen Bahn und den drei hessischen Verkehrsverbünden geschlossen. Bis zum Jahr 2019 sollen nun vor allem neue Bahnsteige, Aufzüge und Rampen installiert, Unterführungen und Treppen saniert und die Kundeninformationen an den Bahnhöfen optimiert werden.

„Die Gesamtsumme der heute unterzeichneten Rahmenvereinbarung ist mit 258 Millionen Euro die höchste, die bislang für die Modernisierung hessischer Bahnhöfe investiert werden soll“, betonte Minister Posch. Dies sei sowohl ein Angebot als auch eine Chance für die Kommunen, sich zu beteiligen und die Arbeiten zu komplettieren.

Die Auswahl der Bahnhöfe, die in den Genuss des Modernisierungsprogramms kommen, sei gemeinsam von Land, Verkehrsverbünden und der Deutschen Bahn vorgenommen worden. Dabei wurden vor allem die Bedeutung der Verkehrsstation, deren Zustand sowie die Zahl der Reisenden als Auswahlkriterien zugrunde gelegt. Neben Malsfeld sind im Schwalm-Eder-Kreis noch die Bahnhöfe Treysa, Wabern und Borken ins Programm aufgenommen worden.

Neuer Bahnsteig

Von den insgesamt 258 Millionen Euro tragen die Deutsche Bahn 129 Millionen Euro und das Land Hessen rund 84 Millionen Euro. Die Verkehrsverbünde und die Kommunen sollen sich mit rund 45 Millionen Euro beteiligen.

Die Arbeiten in Malsfeld sollen nach den Planungen der Deutschen Bahn ab dem Jahr 2014 umgesetzt werden, heißt es in einem Schreiben des Nordhessischen Verkehrsverbundes an die Gemeinde Malsfeld. Geplant sei unter anderem der Neubau der Bahnsteiganlagen samt Beleuchtung und Wetterhäuschen. Die Baukosten beliefen sich nach Berechnungen der Deutschen Bahn auf rund 1,3 Mio. Euro.

Das Bahnhofsgelände ist nicht mehr zeitgemäß, beurteilte Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel am Dienstag die Station. Der Bahnhof habe keine behindertengerechten Zugänge. Die Unterstellmöglichkeiten ließen zu wünschen übrig, und der Bahnhofsvorplatz sei schadhaft und habe etliche Schlaglöcher. (lgr)

Quelle: HNA

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