Bei der Schach-Rallye in Homberg-Wernswig traten Kinder von vielen Schulen an

Der Bauer zieht nie quer

Entdeckten vielleicht ein neues Hobby: Auch Oskar Ruckert, Jona Eckardt, Jannik Mai und Nicolas Kurz (von hinten links) von der Wernswiger Matthias-Claudius-Schule nahmen an der Schul-Schach-Rallye teil. Foto: nh.

Wernswig. Der Schachbezirk Nordhessen richtete in der Wernswiger Matthias-Claudius-Schule die vierte Runde der Schulschach-Rallye aus.

Die Resonanz war groß: Neben 91 Teilnehmern waren Schachfreunde, Eltern und Betreuer gekommen – und das alles bei bestem Frühlingswetter. Das Spektrum der Kinder reichte vom Grund- bis zum Oberstufenschüler, sie spielten in drei Altersgruppen sieben Runden. Jeder Spieler konnte maximal sieben Punkte einfahren.

Viele hatten lange Anfahrten

Das Interesse am Schulschach werde deutlich, wenn man sich die langen Anfahrtswege vor Augen halte, die die Teilnehmer auf sich nahmen, um an der Schulschach-Rallye teilzunehmen. Sie kamen von Schulen aus Bad Arolsen, Baunatal, Fritzlar, Fuldatal, Hann. Münden, Hofgeismar, Homberg, Kassel, Korbach, Lohfelden, Treysa, Vellmar und sogar aus Wildeck.

Der Ablauf in der Matthias-Claudius-Schule habe gut geklappt, berichtet Organisator Mathias Konheiser aus Melsungen. Das Niveau der Partien habe erwartungsgemäß erheblich geschwankt, nicht nur wegen der Altersunterschiede. So seien bei der Rallye Anfänger auf Asse getroffen, die seit Jahren in Schach-Vereinen aktiv seien.

Viele hatten eigene Regeln

Gerade aber bei den Jüngsten habe der Spaß überwogen. Deren Partien hätten oft eine unerwartete Wendung genommen – und oft auch ein ebenso überraschendes Ende. Die Schiedsrichter hätten jedoch großzügig über Regelverletzungen hinweg gesehen, um den Kindern nicht den Spielspaß zu rauben. Doch manches Mal war ein Eingreifen unumgänglich. So wie in jenem Fall, in dem einer der jüngsten Spieler dabei ertappt wurde, wie er ganz vergnügt seine Bauern kreuz und quer und damit in ganz unerlaubte Richtungen zog.

Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde, die drei Erstplatzierten der der drei Altersgruppen sogar Pokale. Es sei vor allem erfreulich, teilt Mathias Konheiser mit, dass sich auch viele Mädchen mit dem Schachspiel beschäftigten – obwohl die Jungs bei der Schachrallye in Wernswig doch noch noch in der Überzahl waren.

Dennoch habe die Veranstaltung deutlich eines gezeigt: Schach sei alles andere als ein Zeitvertreib für ältere Herren. Und auch im Computerzeitalter hätten wieder mehr Menschen Spaß am Spiel gegen einen leibhaftigen Gegner. Die Schachvereine in der Region, zeigte sich Konheiser zuversichtlich, werde diese Entwicklung sicher freuen. (bra)

Quelle: HNA

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