Bauern brauchen Regen - Getreide durch Wassermangel bereits geschädigt

Staub aufgewirbelt: Die Trockenheit der vergangenen Wochen hat den Böden - wie hier bei Ippinghausen - zugesetzt. Die Bauern fürchten jetzt um ihre Getreideernte. Foto:  nom/Archiv

Wolfhager Land. Durch die anhaltende Trockenheit spitzt sich die Lage der Landwirte weiter zu. „Im März hatten wir hier nur einen Niederschlag von zehn Prozent“, so der Sprecher des Kreisbauernverbandes, Johannes Gerhold aus Zierenberg. Und im April sieht es bisher auch nicht besser aus.

„Das, was bisher an Regen gefallen ist, war nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Nötig sei ein kräftiger Landregen. „Am besten 24 Stunden nonstop“, sagt Gerhold, der selbst Landwirt ist.

„Das was bisher an Regen gefallen ist, war nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“

Die schlimme Massenkarambolage in Mecklenburg-Vorpommern, bei der Ackerstaub den Autofahrern die Sicht vernebelte, hat nach Ansicht von Gerhold auch ihre Ursache in ausgetrockneten Böden.

Betroffen von den niedrigen Grundwasserständen ist vor allem das Getreide. „Die Pflanze hat auf Sparflamme umgestellt.“ Wichtige Seitentriebe hätten sich nicht entwickelt.

Und auch der Raps ist betroffen. Dies würde sich bei der Ernte im Ertrag niederschlagen. Stärker in Mitleidenschaft gezogen seien natürlich jetzt Böden, die ohnehin wasserarm seien. Wie zum Beispiel das Gebiet im Bereich Burghasungen und Bodenhausen.

Chance für Rüben

Rüben und Mais, die erst jetzt gesät werden, haben dagegen noch alle Chancen auf gutes Wachstum. Vorausgesetzt, die Trockenheit hält nicht an. Im Moment sieht es nicht so aus, dass sich die Lage entspannt. „Wir schauen jeden Tag sorgenvoll auf den Wetterbericht“, so Gerhold. Doch der verspricht auch in den nächsten Tagen nicht den ersehnten Regen.

Quelle: HNA

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