Bauern im Wolfhager Land: Getreideernte besser als erwartet

Wolfhager Land. Die Landwirte im Altkreis Wolfhagen haben unter dem nassen Sommer gelitten. „Die Heu und Getreideernte war schwierig in diesem Jahr“, sagt Ernst Friedrich Döhne aus Wolfhagen, Stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Kassel.

Der verregnete Juni und Juli sorgte dafür, dass viele Bauern ihre Felder umbrechen mussten. Das Wintergetreide war kaum zu gebrauchen und musste durch Sommergerste und -weizen ersetzt werden.

Bei der Heuernte hatten die Glück, die früh geerntet haben. „Da war die Qualität gut“, so Döhne. Beim zweiten Erntedurchgang sei die Qualität schlechter gewesen, aber die Menge ganz gut. „Pferdebesitzer müssen sich keine Gedanken machen“, sagt Döhne, „es wird genügend Heu da sein.“

Erfreulich seien in diesem Jahr die Preise auf dem Weltmarkt. Da die Ernten in den USA und in der Schwarzmeerregion auch nicht ertragreich waren, liegen die Preise bei zehn bis 15 Prozent höher als im vergangenen Jahr, sagt Erich Schaumburg, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Kassel. Schaut man sich aktuell die Zahlen an, liegen sie bei 23,50 bis 24 Euro pro 100 Kilo. „Im Prinzip gleichen die höheren Preise den Mengenverlust der Wintergerste aus, so dass wir am Ende bei plus/minus Null herauskommen“, sagt Schaumburg. Tendenziell erreiche man so ähnliche Zahlen wie im Vorjahr.

Auch beim Raps sei das Preisniveau in diesem Jahr besser, meint Döhne. Die Qualität habe sich im Vergleich zum Vorjahr nicht besonders verbessert oder verschlechtert.

Trotzdem sei die Ernte durch die Wetterprobleme immer unsicherer geworden. „Wir haben ein höheres Risiko und der Verlust ist da, denn zu Beginn des Sommers haben wir viel Getreide verloren“, sagt Döhne. Wir stehen jetzt noch in den Startlöchern, um die spät gesäte Sommergerste einzuholen“, so Döhne.

Von Nicole Flöper

Quelle: HNA

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