In allen Felsberger Kindergärten gibt es nur faire Milch

Mögen Faire Milch: Auch die Kinder der Kita Rappelkiste in Gensungen bekommen zum Frühstück ausschließlich Faire Milch aus der Region. Milchbauer Ralf Krug aus Beuern (hinten links), Milchbäuerin Kerstin Fehr aus Wollrode und Bürgermeister Volker Steinmetz (hinten rechts) haben sich davon überzeugt. Luisa Seifert (hinten, Zweite von rechts) und Regina Lewandowski (vorne links) sind von diesem regionalen Produkt überzeugt. Foto: M. Berger

Felsberg. In allen städtischen Kindergärten in Felsberg und auch im evangelischen in der Kernstadt achten die Erzieherinnen nicht nur auf das zwischenmenschliche Miteinander zu sensibilisieren, sondern achten auch auf eine gesunde Ernährung.

Deshalb bekommen die Mädchen und Jungen von der Rappelkiste ausschließlich faire Milch zum Frühstück. Milchbauer Ralf Krug aus Beuern und Bürgermeister Volker Steinmetz haben dieser Tage die Kindertagesstätte in Gensungen besucht, um über die faire Milch aufzuklären.

Die ist keine Erfindung der Politik, sondern ein Selbsthilfeprogramm der Milch erzeugenden Landwirte, erklärte Ralf Krug. „Immer mehr Milchbetriebe sterben wegen der schlechten Preispolitik aus, und von außen ist keine Hilfe zu erwarten“, bilanzierte er. „Deshalb müssen wir Landwirte uns eben selber helfen.“

Ein solcher Weg der Eigeninitiative ist die faire Milch. „Die bietet gleich drei Vorteile“, sagte Volker Steinmetz. Faire Milch unterstütze erstens die regionalen Milchbauern, sei damit zweitens von ökologischem Nutzen, und sie sei drittens überdurchschnittlich gesund im Vergleich zu anderer Milch.

„Der durchaus akzeptable höhere Preis ist gut investiert“, sagte Volker Steinmetz. „Nämlich unter anderem in die Gesundheit unserer Kinder.“

Die stellvertretende Kindergartenleiterin Luisa Seifert erklärte: „Wir bieten unseren Kindern die faire Milch an, weil sie gut für die Gesundheit ist.“ So enthalte faire Milch beispielsweise einen höheren Anteil an Omega-3-Fettsäuren, das sind ungesättigte Fettsäuren, die lebenswichtig sind, aber vom Körper nicht selbst produziert werden können.

Wie aber kommt der erhöhte Anteil an diesen Säuren in der fairen Milch zustande? Ralf Krug erklärte: „Das liegt vor allem am Futter, das wir unseren Kühen geben.“ So enthalte Milch von Kühen, die zum Großteil mit Gras gefüttert werden, mehr Omega-3-Fettsäuren als jene von Tieren, die mehr Mais bekommen. „Weil die Fettsäuren an dem Gras hängen“, erläuterte Landwirt Krug.

„Und diese Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die Entwicklung des Gehirns“, sagte Luisa Seifert. Deshalb werde im Rahmen eines wöchentlichen gesunden Frühstücks ausschließlich faire Milch gereicht. Allerdings werde in der Rappelkiste, so die Pädagogin, jegliches Nahrungsmittel sehr bewusst eingesetzt.

„So benutzen wir nur dunkles Mehl und verzichten häufig auf Zucker – nehmen stattdessen Honig vom Imker.“ Und auch mit der fairen Milch gehe der Kindergarten nicht inflationär um. „Denn Milch ist kein Durstlöscher, sondern ein Nahrungsmittel“, sagte Luisa Seifert.

Quelle: HNA

Kommentare